Baustelleneinrichtung beginnt: Am Bahnübergang in Westenhofen starten die Bauarbeiten für eine Ertüchtigung. Dies ist auch mit Verkehrsbehinderungen verbunden.
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Baustelleneinrichtung beginnt: Am Bahnübergang in Westenhofen starten die Bauarbeiten für eine Ertüchtigung. Dies ist auch mit Verkehrsbehinderungen verbunden.

Erhebliche Behinderungen wegen Bauarbeiten befürchtet

Nach Hausham startet auch Westenhofen

Schliersee/Hausham – Es wird ein Sommer der Verkehrsbehinderungen: Nach Hausham starten nun auch die Bauarbeiten zur Ertüchtigung des Bahnübergangs in Schliersee Westenhofen. 

Aktuell wird am benachbarten Parkplatz des Friedhofs die Baustelle eingerichtet, und nach Ostern soll es richtig losgehen. Verbunden ist dies mit diversen Sperrungen für den Straßenverkehr, neben der kompletten Schließung von 30. August bis 10. September (wir berichteten) kommt es auch zu halbseitigen Sperrungen. Laut Jörn Alkofer, Geschäftsleiter der Gemeinde Schliersee, beginnen diese in etwa drei Wochen. Soweit dies möglich ist, soll der Verkehr trotz der Enge aneinander vorbeigeleitet werden. Dazu könnte die neu entstehende Rechtsabbiegespur in Richtung Breitenbach dienen. Geht dies nicht, braucht es eine Ampel.

Anlieger der Schlierachstraße fürchten Lkw-Verkehr während Vollsperrung

Einen sorgenvollen Blick in Richtung ihrer Schlierseer Nachbarn warfen zuletzt die Haushamer Gemeinderäte (wir berichteten). Der Grund: eben die zweiwöchige Vollsperrung der B 307 Ende der Sommerferien. Nicht wenige Haushamer fürchten, dass die durch die Bauarbeiten quasi abgeschnittenen Anwohner und Anlieger im Schlierseer Ortsteil Breitenbach über die Schlierachstraße ausweichen und damit das ohnehin durch die Verlegung des Bahnübergangs in Hausham verkehrstechnisch stark strapazierte Ortsmitte in Hausham zusätzlich belasten. „Da hinten sind einige Firmen, die mehrmals täglich mit großen Lkw beliefert werden“, warnte etwa Michael Ertl (SPD) vor der Situation in Schliersee. Deren einzige Ausweichmöglichkeit sei die schmale Schlierachstraße.

Schlierseer Rathaus sucht nach Lösungen

Im Schlierseer Rathaus ist man sich der Problematik bewusst, versichert Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) auf Nachfrage unserer Zeitung. Man mache sich intensive Gedanken, wie man die Auswirkungen der Vollsperrung so gering wie möglich halten könne. Konkretes könne man jedoch erst sagen, wenn der Bauunternehmer seine logistischen Anforderungen ausgearbeitet habe. So bald wie möglich werde man aber in die Gespräche mit der beauftragten Firma, der Bahn und dem zuständigen Ingenieurbüro Infra eintreten. Dass dieses auch das Vorhaben in Hausham betreut, erleichtere die Absprache.

Bürgermeister: „Muss in den sauren Apfel beißen.“

Auch in Schliersee steht Transparenz ganz oben, versichert der Bürgermeister. Man werde die Anwohner und Unternehmer in die Planungen einbeziehen. Dass es zu Verkehrsproblemen kommt, werde man aber nicht vollständig ausschließen können, schickt Schnitzenbaumer schon mal voraus. „Das wird sicher eine riesige Belastung.“ Fakt sei aber auch, dass man auch in Westenhofen seit 30 Jahren auf eine Lösung der Problematik mit den langen Wartezeiten am Bahnübergang hinarbeite. Jetzt, da sie endlich komme, müsse man eben für eine begrenzte Zeit „mal in den sauren Apfel beißen“.

Umleitungsstrecken nicht für Lkw geeignet

Dies liegt schlichtweg an der vorhandenen Infrastruktur. So eigne sich die einspurige Bahnunterführung der Perfallstraße keinesfalls als fixe Umleitungsstrecke. Allenfalls Anwohner könnten sie mit ihren Pkw nutzen, etwa um Besorgungen in Schliersee zu erledigen. Für Lkw sei die Route aber nicht geeignet. Hier müsse man mit den betroffenen Firmen über eine organisatorische Lösung sprechen.

Firma vertraut darauf, dass Lieferverkehr fließen kann

Dass die auch gefunden wird, darauf baut man bei der im Ortsteil Breitenbach ansässigen Farben- und Lackhersteller Warnecke & Böhm. „Wir vertrauen darauf, dass es eine für die bei uns notwendigen Transporte zu Belieferung und Versand geeignete Ersatzstrecke gibt“, sagt Geschäftsführer Marcus Preußner auf Nachfrage unserer Zeitung. So sehe man der Baustelle aktuell entspannt entgegen.

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