Seestraße, Wiese
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Begehrte Wiese: Fünf Grundstücke hat der Markt Schliersee auf dieser Fläche an der Seestraße zum Verkauf angeboten. 25 Interessenten haben Angebote abgegeben. 

Gemeinderat trifft Auswahl

Baugebiet an der Seestraße: 25 Bewerber für fünf Grundstücke

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Fünf Baugrundstücke an der Seestraße hat die Marktgemeinde Schliersee ausgeschrieben. 25 Bewerber haben Angebote eingereicht. Am Ende entscheidet nicht nur der dickste Geldbeutel.

Schliersee – Baugrundstücke sind rar in Schliersee – und dementsprechend begehrt. Das hat sich nun auch an der Seestraße gezeigt. 25 Angebote für die fünf Grundstücke sind ins Rathaus geflattert, gibt Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) auf Nachfrage unserer Zeitung bekannt. Wer den Zuschlag erhält, werde der Gemeinderat im September entscheiden. Doch zuvor gilt es noch einiges zu klären. Denn anders als bei den meisten privaten Verkäufen entscheidet nicht allein der dickste Geldbeutel, wer sich ein Haus in Seenähe bauen darf.

Immer wieder tauchte das Gebiet als Tagesordnungspunkt im Gemeinderat auf. Nachdem sich die Mehrheit der Schlierseer beim Bürgerentscheid gegen eine Ansiedlung der Firma Sixtus ausgesprochen hatte, wurde das ursprüngliche Thema Wohnbebauung wieder akut. Die fünf Grundstücke sind zwischen 386 und 514 Quadratmetern groß und dürfen laut rechtskräftigem Bebauungsplan mit drei Einfamilienhäusern sowie einem Doppelhaus belegt werden. Blieb die Frage, wie die Vergabe ablaufen soll.

Angesichts der Haushaltslage entschied sich der Gemeinderat letztlich gegen ein subventioniertes Einheimischenmodell (wir berichteten). Stattdessen sollten die Grundstücke meistbietend verkauft werden, mit einem Mindestgebot von 500 Euro pro Quadratmeter. Damit trotzdem Schlierseer zum Zug kommen, legte das Gremium einen entsprechenden Kriterienkatalog fest.

So werden die Bauplätze laut Ausschreibung „ausschließlich an Bewerber vergeben, die in der Marktgemeinde Schliersee wohnen oder einen besonderen Ortsbezug haben“. Letzteres trifft laut Schnitzenbaumer zum Beispiel auf Interessenten zu, die ihre Kindheit in Schliersee verbracht haben und später aus beruflichen Gründen weggezogen sind. „Oder weil sie damals keinen geeigneten Bauplatz gefunden haben“, sagt Schnitzenbaumer. Auch ein Engagement in den Ortsvereinen könne sich positiv auswirken. Ferner müssen sich die Bewerber verpflichten, ihr Grundstück für den eigenen Wohnbedarf zu nutzen. Die Erstwohnsitzbindung beträgt 15 Jahre.

Ob die 25 Interessenten diese Kriterien erfüllen, wird gerade geprüft. „Wir fragen das schriftlich ab“, sagt Schnitzenbaumer. Die ersten Rückmeldungen würden bereits im Rathaus eintrudeln. Im September werde man noch persönliche Gespräche mit den Kandidaten führen. Ein aufwendiges Auswahlverfahren also. Dazu sei die Gemeinde aber auch berechtigt, bekräftigt der Bürgermeister. „Das ist ein privatrechtlicher Verkauf.“ Anders als beim subventionierten Einheimischenmodell könne man dabei frei entscheiden, nach welchen Maßgaben die Grundstücke verkauft werden. Mit dem festgelegten Katalog will der Gemeinderat der sprichwörtlichen Quadratur des Kreises offenbar nahekommen: höchstmöglicher Verkaufserlös, aber trotzdem keine externen Investoren.

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