Es tut sich was: Die erste Baumaschine steht neben der B 307 in Fischhausen. Dahinter ist der Parkplatz des Freilichtmuseums von Markus Wasmeier zu sehen.
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Es tut sich was: Die erste Baumaschine steht neben der B 307 in Fischhausen. Dahinter ist der Parkplatz des Freilichtmuseums von Markus Wasmeier zu sehen.

Baustelle angelaufen

Baustelle am Bahnübergang Fischhausen: Zeitplan für Sperrung der B307 steht fest

  • Sebastian Grauvogl
    VonSebastian Grauvogl
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Kaum sind die ersten Baumaschinen da, steht auch der Zeitplan für die Baustelle am Bahnübergang in Fischhausen fest. Ab Mitte kommender Woche beginnt die halbseitige Sperrung.

Fischhausen – Der Bagger, der seit Freitag den Humus an der Bundesstraße aushebt, hätte gut und gerne ein paar Monate früher kommen können. Am besten im März oder April, findet Markus Wasmeier. „Da war eh noch Lockdown.“ Jetzt passt ihm die Großbaustelle vor und auf dem Parkplatz seines Freilichtmuseums in Fischhausen so gar nicht in den Kram. Die Saison läuft auf Hochtouren, Urlauber und Ausflügler kommen in Scharen, um sich die historischen Bauernhöfe anzuschauen. Die meisten mit dem Auto, um der FFP2-Maskenpflicht im Zug aus dem Weg zu gehen, hat Wasmeier beobachtet.

Das wird ab Mitte kommender Woche deutlich erschwert, denn da tritt die einspurige Sperrung mit Ampelregelung der B 307 am Bahnübergang Fischhausen in Kraft. Nachdem die für die Baustelle verantwortliche Deutsche Bahn mit der von ihr beauftragten Firma Eiffage wochenlang keinen Zeitplan zum Ablauf der Maßnahme nennen konnte, liegen die Daten nun seit Kurzem vor, teilt Alexander Eisner vom Staatlichen Bauamt Rosenheim auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Halbseitige Sperrung läuft in Kalenderwoche 34 an

Geplant ist laut Stefan Leitner, Bereichsleiter Straßenbau, dass die einspurige Ersatzumfahrung bis Mitte kommender Woche fertiggestellt wird und damit die Sperrung der Bundesstraße beginnen kann. Asphaltiert werden soll die B 307 dann unter einer zweiwöchigen Vollsperrung vom 27. September bis zum 9. Oktober. Nur zwei Wochen nach dem Ende der Totalsperre in Westenhofen (wir berichteten) steht den Schlierseern und ihren Besuchern damit schon die nächste große Verkehrsbehinderung ins Haus. Die Schülerbeförderung erfolgt laut Leitner mit dem Zug. Dies sei bereits mit dem Landratsamt, den betroffenen Schulen sowie dem Elternbeirat abgesprochen und organisiert.

Lesen Sie auch: Baustellen an Bahnübergängen: Schlierseer fürchten Isolation

Dank dieses Zeitplans ist laut Eisner nun auch sichergestellt, dass die Asphaltierung der Bundesstraße noch rechtzeitig vor dem ersten Wintereinbruch erfolgt. Der Bahn sei erst nicht so bewusst gewesen, dass der erste Schnee in Fischhausen auch schon Mitte Oktober fallen könne, meint Eisner schmunzelnd. „Für uns ist entscheidend, dass die Fahrbahn schwarz ist, bevor es rundherum weiß wird.“ Um dieses Ziel zu erreichen, werde die Herstellung des Museumsparkplatzes erst im Frühjahr 2022 angepackt.

Wasmeier-Parkplatz wird erst im Frühjahr 2022 fertig

Der ist bekanntlich nicht nur als Ausweichspur während der Bauphase vorgesehen, sondern künftig auch für die neue Verkehrsführung des vom Auracher Köpfl kommenden und nicht zuletzt von Forstmaschinen und Holztransportern genutzten Brunnbichlwegs. Um hier künftig den vorgeschriebenen Mindestabstand von 30 Metern zwischen Bahnübergang und der Einmündung auf die B 307 einzuhalten, wird der Weg nach Abschluss der Baumaßnahme über den Museumsparkplatz geleitet. Den Grund dafür habe er gerne abgegeben, betont Wasmeier. Schließlich gehe es um die Entschärfung einer Gefahrensituation.

Ganz und gar nicht gefällt ihm hingegen, dass der Parkplatz nun erst 2022 fertiggestellt wird. Für Wasmeier eine weitere Einschränkung, denn er hofft auf eine coronafreie Saisoneröffnung bereits Ende März. „Dass wir da wieder eine Baustelle haben, ärgert mich schon“, sagt der Museumsbetreiber. Was ihn etwas milder stimmt, ist die Garantie, dass die Zufahrt zu seinem Museum jederzeit gewährleistet wird. Und, dass sich die in der Vergangenheit teils angespannte Verkehrslage dank der neuen Abbiegespur auf der B 307 verbessert. Auch, dass Fußgänger und Radler laut Wasmeier im neuen Bahnübergang eine eigene Spur zum Queren der Gleise erhalten, freue ihn: „Alles, was die Sicherheit erhöht, ist gut.“

sg

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