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Waldbrand im alpinen Gelände: Schwerstarbeit für 100 Rettungskräfte am Spitzingsee.

Einsatz unterhalb des Rotwandhauses

Waldbrand am Spitzingsee vernichtet zwei Fußballfelder Bergwald - Suche nach Glutnestern läuft

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Einsatz für die Feuerwehr am Samstag und Sonntag rund um den Spitzingsee: In Umfeld des beliebten Wandergebiets ist ein Waldbrand ausgebrochen.

Update, 9 Uhr am 28. Oktober: Der Waldbrand am Spitzingsee ist gelöscht. Heute überfliegen Behörden nochmals das Gebiet mit Hubschrauber und Wärmebild-Kamera, um etwaige Glutnester zu identifizieren.

Bei dem Waldbrand am Spitzingsee wurde eine Fläche so groß wie zwei Fußballfelder vernichtet.

Update vom 27. Oktober:

Waldbrand am Spitzingsee: 100 Einsatzkräfte verrichten Schwerstarbeit

Spitzingsee – Samstagnachmittag, 14.30 Uhr. Bei der Rettungsleitstelle Rosenheim klingelt wiederholt das Telefon. Mehrere Wanderer haben an der Rotwand östlich des Spitzingsees Rauchschwaden beobachtet. Sie vermuten einen Waldbrand unterhalb des Rotwandhauses. Die Leitstelle alarmiert ein Großaufgebot von Helfern aus dem gesamten Landkreis. Es ist der Beginn eines Einsatzes im steinigen, alpinen Gelände, der den Rettern alles abverlangen wird.

Wie Einsatzleiter und Kreisbrandmeister der Inspektion Miesbach Christian Probst berichtet, war das Feuer samstags gegen 14 Uhr an einem steilen Hangstück in der Nähe der Kümpflalm ausgebrochen. „Dann hat es sich den Hang hochgefressen.“ Nach ersten Schätzungen erfasste es rund 1,5 Hektar Wald – eine Fläche so groß wie zwei Fußballfelder. Warum der Brand ausbrach, ist noch unklar.

Hubschrauber im Einsatz: Die Einsatzkräfte erhalten Unterstützung aus der Luft.

Dass sich der Brand nicht weiter ausbreitete, ist dem Einsatz von rund 100 Helfern zu verdanken. Die Feuerwehren Miesbach, Hausham, Schliersee, Spitzingsee, Bayrischzell, Neuhaus, Gmund, Fischbachau und Waakirchen sowie das THW bekämpften das Feuer zunächst mit Bodentruppen vom Spitzingsee aus. Später kam ein Hubschrauber der Landespolizei hinzu. Er sammelte am Spitzingsee Wasser und löschte den Brand aus der Luft. Die Wasserwacht und die DLRG sicherten den Hubschrauber beim Auftanken, die Bergwacht unterstützte die Löschkräfte im alpinen Gelände.

Trotz des vereinten Einsatzes: Am Samstag konnten die Helfer den Brand nicht engültig löschen. Also übernahm die Feuerwehr Hausham die nächtliche Brandwache mit rund 4000 Litern Löschwasser. Es wurde eine ereignisreiche Zeit: Gegen Mitternacht mussten die Löschkräfte wegen einiger schwelender Brände ausrücken. Mit Motorsägen und Taschenlampen ausgestattet, schnitten sie bei wenig Licht und schwierigem Gelände Gestrüpp um die Herde frei und löschten diese mit herangetragenem Wasser. So hinderten sie das Feuer an der Ausbreitung. „Damit haben sie uns die Sache am nächsten Tag viel einfacher gemacht“, sagt Probst.

Er und die übrigen Helfer starteten ihren nächsten Löscheinsatz am Sonntagmorgen um 7 Uhr. Mit vereintem Einsatz gelang es Bodentruppen und Hubschrauber bis zum frühen Nachmittag, das Feuer zu löschen. Nach einem letzten Überflug mit Wärmekameras gab Probst gegen 15 Uhr Entwarnung. Bis 16.30 Uhr liefen Nachlöscharbeiten, danach zogen die Kräfte ab. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

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Wanderer bemerken deutliche Rauchschwaden: Waldbrand in beliebtem Ausflugsgebiet 

Originalmeldung vom 27. Oktober, 6 Uhr: Spitzingsee - Am Samstagnachmittag bekam die Rettungsleitstelle Rosenheim gleich mehrere Mitteilungen über einen möglichen Waldbrand im Spitzingseegebiet. 

Gegen 14.30 Uhr gingen die ersten Anrufe ein. So teilten mehrere Wanderer mit, dass von der Rotwand aus deutliche Rauchschwaden im Bereich der östlich gelegenen Maroldschneid zu erkennen seien.

Spitzingsee: Wanderer bemerken deutliche Rauchschwaden - und alarmieren Rettungskräfte

Daraufhin machte sich ein Großaufgebot der Rettungskräfte sofort auf die Suche nach der Brandstelle. Durch Unterstützung eines Polizeihubschraubers konnte der Brandherd im hochalpinen Gelände der Maroldschneid festgestellt werden. Dieser hatte laut Polizeibericht die Größe eines Fußballfeldes. 

Die Löscharbeiten dauerten mehrere Stunden an.

mm/tz

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