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Weisen den Weg im Ernstfall: Sogenannte Fluchtwegorientierungsleuchten wurden im Zuge der Sanierung des Spitzingsee-Tunnels angebracht. Zum Pressetermin zum Abschluss kamen unter anderem (v.l.) Baudirektor Stefan Högenauer, Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und Wolfram Wundinger von der Baufirma Porr.  

„Wir hatten kaum Beschwerden“

Bereit für den Skifahrer-Ansturm: Spitzingsee-Tunnel nach Sanierung wieder voll befahrbar

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Über ein Jahr hat die Sanierung des Tunnels Spitzingsee gedauert. Seit wenigen Tagen sind die Arbeiten abgeschlossen – gerade noch rechtzeitig vorm Skifahrer-Ansturm.

Spitzingsee – Bereits Anfang September 2017 hat das Staatliche Bauamt Rosenheim mit den Sanierungsarbeiten am Spitzingsee-Tunnel begonnen. Nach über 60 Jahren im Betrieb litt das Bauwerk vor allem unter Schäden durch Wasser und Streusalz. Vor etwa einer Woche wurden die Arbeiten nun endgültig abgeschlossen, das Bauamt lud gestern zur offiziellen Eröffnung.

1935 errichteten ehemalige Soldaten den 98 Meter langen Tunnel, der unterhalb eines kleinen Waldstücks verläuft. Vor allem Wasser und Salz haben in den vergangenen Jahrzehnten ihre Spuren hinterlassen und forderten eine aufwendige Instandsetzung des Bauwerks. Neben der Erneuerung der Tunnelentwässerung und der Verbreiterung des Tunnelnotgehwegs wurden auch die Tunnelulme saniert. Hierzu trugen die Bauarbeiter den alten Beton ab und verarbeiteten neuen Spritzbeton. Er soll verhindern, dass Feuchtigkeit und Salz in das Bauwerk eindringen. Die Hohlräume hinter der Innenschale des Tunnels wurden mit einem Abdichtungsmaterial bearbeitet.

Im Zuge der Sanierung wurde der Tunnel zudem mit einer zeitgemäßen Beleuchtung ausgestattet und Fluchtwegorientierungsleuchten eingebaut. Für eine bessere Helligkeit im Tunnel wurde aber nicht nur die Lichtanlage erneuert, sondern die Tunnelwände bis drei Meter Höhe auch in einem Elfenbein-Farbton angestrichen. Auch der Straßenbelag innerhalb der Unterführung wurde erneuert.

Mit 2,1 Millionen Euro schlägt die Neuerung des Tunnels zu Buche. „Das ist nicht wenig Geld für so ein kurzes Stück“, sagte Stefan Högenauer, Baudirektor am Staatlichen Bauamt Rosenheim. „Aber der Tunnel muss nun die nächsten Jahrzehnte halten.“ Weil es sich um eine Staatsstraße handelt, übernimmt die Kosten für die Sanierung komplett der Freistaat. Darüber freut sich vor allem Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer. „Wir sind sehr glücklich, dass das eine Staatsstraße ist“, sagte er lachend. „Das ist eine große Erleichterung für uns.“

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Für Auto- und Radfahrer sowie Fußgänger läuft durch den Tunnel die einzige Straße in den Ort Spitzingsee. Deshalb musste eine Fahrbahn während der Arbeiten immer befahrbar bleiben. Viele Gästebetten und auch der Haupteinstieg in das Skigebiet befinden sich hinterhalb des Tunnels. Trotz Behinderungen im Verkehr sagte Schnitzenbaumer: „Wir hatten kaum Beschwerden.“ Touristen, Besucher und Anwohner hätten Verständnis für die Maßnahme gehabt.

Und das obwohl das geplante Bauende bereits für Juni angesetzt war. Dennoch hat das Staatliche Bauamt die Fertigstellung des Tunnels noch vor den Winterferien und vor dem großen Ansturm der Ski-Urlauber geschafft. „Etwas verspätet, aber immer noch in der Zeit“, sagte Högenauer.

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