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Auch Opfer der überregional agierenden Bande: die Taubensteinbahn am Spitzingsee.

Schliersbergalm und Taubensteinbahn immer noch nicht geklärt

Bergbahnen-Bande: Polizei ermittelt inzwischen in rund 25 Fällen

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Schliersee - Diese Gauner haben eine Marktlücke entdeckt und agieren über die Grenzen hinweg: Auch Taubensteinbahn und Schliersbergalm fielen ihr zum Opfer. Was die Polizei inzwischen weiß.

Seilbahn-Talstationen sind nachts oft völlig verlassen, kaum gesichert und selbst großer Lärm fällt nicht auf - das macht sie zum perfekten Ziel für Einbrecher, wie im Sommer eine Bande herausgefunden hat. Auch Taubensteinbahn und Schliersbergalm enterten sie erfolgreich. Und sie ist immer noch unterwegs. Aber ein bisschen was weiß die Polizei schon - und bittet weiter um Mithilfe. 

Im August wurden zahlreiche Bergbahnen im bayerischen und österreichischen Grenzgebiet zum Ziel für Einbrecher. Zur Klärung der Einbruchsserie wurde bei der Kriminalpolizei Traunstein die Ermittlungsgruppe „Bergbahn“ eingerichtet. Mit Beginn der Wintersaison bittet die Kriminalpolizei, verdächtige Wahrnehmung unverzüglich an die örtlichen Polizeidienststellen zu melden.

Die Ermittlungsgruppe „Bergbahn“ wurde beim Fachkommissariat Grenze eingerichtet und bearbeitet derzeit knapp 25 Fälle, die der Einbruchsserie zwischen Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden zugerechnet werden. Die Täter sind dabei stets mit brachialer Gewalt vorgegangen und haben einiges angerichtet. Beute und Sachschaden zusammengerechnet kommt die Polizei auf rund 500.000 Euro. 

Aufgrund der bislang gewonnen Erkenntnisse und Spurenauswertungen muss von überregional agierenden Einbrechern ausgegangen werden, deren Taten sich nicht nur auf den bayerischen Voralpenraum beschränken.

Mit Beginn der Wintersaison sind die Bergbahnen wieder regelmäßigen geöffnet und die Parkplätze sowie Anfahrtswegen werden verstärkt frequentiert. Die „EG Bergbahn“ bittet in diesem Zusammenhang bei verdächtigen Wahrnehmungen um Hinweise aus der Bevölkerung.

Insbesondere Personen oder Fahrzeuge, die sich auffällig verhalten oder nicht zur „Örtlichkeit passen“, wie die Polizei schreibt, sollen an die Polizei gemeldet werden.

kmm

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