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Einst war es ein Erholungsort für Polizisten, nun sollen in dem Berggasthof am Rosskopf Ferienwohnungen entstehen.

Touristische Nutzung angestrebt

Berggasthöfe am Spitzing sollen wiederbelebt werden

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Der eine Berggasthof steht zum Verkauf, beim anderen liegt die Genehmigung für einen Umbau vor: Es tut sich was oberhalb des Spitzingsees. Beide Anwesen sollen wieder touristisch genutzt werden.

Spitzingsee– Längst einen neuen Eigentümer hat der Berggasthof am Rosskopf, der dem ehemaligen Polizeiverein Spitzingsee gehörte. Im August 2014 war dieser insolvent gegangen und aufgelöst worden. Vor gut einem Jahr wurde er wieder verkauft, der Berggasthof gehört nun einer Familie aus München, wie Alpen-Immo-Geschäftsführerin Eva Skofitsch bestätigt. „Die Eigentümer wollen den Berggasthof renovieren und Ferienwohnungen daraus machen.“

Für 1,2 Millionen Euro steht der Berggasthof am Spitzing zum Verkauf. Es gibt bereits Interessenten.

Bereits seit 1934 wurde der Hof touristisch genutzt, lange Zeit als Erholungsstätte für Polizisten. Die Zustimmung für den Umbau des Hofes, der auf 1200 Metern Höhe liegt, hat die Gemeinde Schliersee laut Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer bereits erteilt. Doch laut den neuen Eigentümern, die aufgrund des laufenden Verfahrens ihren Namen lieber noch nicht in der Zeitung lesen wollen, war nicht jeder mit der Wiederbelebung des Berggasthofes einverstanden. Deshalb hatte sich das Genehmigungsverfahren hinausgezögert. Jetzt muss jedoch nur noch das Landratsamt das Vorhaben genehmigen, dann kann das frühere Polizeiheim ein neues Kapitel aufschlagen.

Das wünscht sich Immobilienmaklerin Skofitsch auch für den Berggasthof am Spitzing, der früher den Namen Igler trug. „Wir suchen einen Käufer, der den Gasthof wieder betreibt“, sagt Skofitsch. Für 1,2 Millionen Euro stehen die 8600 Quadratmeter Grundstücksfläche, davon 350 Quadratmeter Wohnfläche, seit einem halben Jahr zum Verkauf. In der Vergangenheit hatte es wie berichtet vom Eigentümer bereits Anträge gegeben, wonach sechs Ferienwohnung hätten entstehen sollen. Daraus ist nichts geworden, jetzt will der Eigentümer verkaufen.

Nicht jeder darf zu dem Hof hochfahren, dazu benötigt es eine Berechtigungskarte. Dass der Berggasthof so abgeschieden liegt, macht den Verkauf nicht unbedingt einfacher. „Es ist eben kein Hotel in der Ortmitte“, sagt Skofitsch. „Da braucht es schon eine spezielle Idee, um etwas daraus zu machen.“ In Hinsicht auf einen baldigen Verkauf ist die Maklerin zuversichtlich. Mit zwei Interessenten stehe sie in engeren Gesprächen. „Es soll ein schöner edler Berggasthof werden.“

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