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Bergwacht rettet „leicht bekleidete“ Schlittenfahrerinnen aus tiefem Schnee

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Von: Jonas Napiletzki

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Einsatzkräfte der Schlierseer und Münchner Bergwacht
Mit Tourenski retteten Einsatzkräfte der Schlierseer und Münchner Bergwacht zwei Wanderinnen von der oberen Kümpflalm. © Privat

Vernünftig vorbereitet und ausgerüstet muss man sein, um im Hochwinter durch die Berge zu streifen. Das verdeutlicht nun die Rettung zweier Schlittenfahrerinnen durch die Bergwacht.

Schliersee – Vier Bergretter aus Schliersee und zwei der Bergwacht München haben am Samstag zwei Frauen von der oberen Kümpflalm gerettet. Die beiden Wanderinnen aus dem Raum Rosenheim waren „leicht bekleidet und mit ungeeignetem Schuhwerk“ zu einer Schlittenfahrt aufgebrochen, schildert Lorenz Haberle, Pressesprecher der Bergwacht Schliersee.

Bergwacht: „Oft zu viel Schnee in höheren Lagen“

Seinem Bericht nach wollten die 30- und die 32-Jährige über den Pfanngraben zum Rotwandhaus aufsteigen – bis ihnen an der Kümpflalm die Kraft ausging. Sie setzten einen Notruf ab. Der ging gegen 14.30 Uhr von der Leitstelle Rosenheim beim Einsatzleiter der Bergwacht Schliersee ein. „Die Bergretter wurden mittels Geländefahrzeug (ATV) in mehreren Shuttlefahrten bis zur Wildfeldalm im Rotwandgebiet gebracht“, berichtet Haberle.

„Von hier ging es dann nur mit Tourenski weiter.“ Die hätten die Wanderinnen auch gebraucht. Der Einsatz zeige erneut, dass man für solche Bergtouren vernünftig vorbereitet und ausgerüstet sein müsse, mahnt der Sprecher. „Oft liegt zu viel Schnee in höheren Lagen und das Spuren in tiefem Schnee kostet enorm viel Kraft.“

Einsatz dauerte zweieinhalb Stunden

Neben Tourenski oder Schneeschuhen dürfe eine Lawinenausrüstung nicht fehlen. Die Frauen wurden über den Rotwandweg zum ATV gebracht. Der Einsatz dauerte bis 17 Uhr an.

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