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Blick durch das Nachtsichtfernrohr der Haushamer Bergwacht.
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Bergwacht Schliersee

Das war der Grund für den Hubschrauber-Einsatz in Neuhaus

Auch so kann eine Rettung aussehen: Ein gut ausgerüsteter Bergsteiger, der nicht den Helden spielt, eine ebenso gut ausgerüstete Bergwacht, und am Ende können alle zufrieden nach Hause gehen. 

Irgendwann wurde dem Erdinger seine Situation zu brenzlig. In „brutal steilem Gelände“, wie Quirin Loher von der Schlierseer Bergwacht es beschreibt, hatte sich der Wanderer leicht am Oberschenkel verletzt. Auf eigene Faust den Abstieg anzutreten, schien dem Mann zu gewagt. Er fühlte sich unsicher und tat das Richtige: Er setzte einen Notruf ab. Am Mittwoch gegen 20.30 Uhr war das.

Insgesamt 18 Bergwachtler rückten aus. Zunächst galt es, den Mann zu orten. Dies geschah über dessen Handy. Und so läuft das ab: Loher telefoniert mit dem Erdinger und klärte ihn darüber auf, dass er gleich eine SMS bekommen würde, die er bestätigen muss. Erst dies ermöglicht den Einsatzkräften, einen Verunglückten über das GPS-Ortungssystem der Bergwacht ausfindig zu machen. Inzwischen gab es auch einen problematischen Einsatz für die Bergwacht in Peiting: Ein Wanderer stürzte ab – und blieb schwerverletzt an einem Baum hängen.

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Als klar war, wo der Erdinger sich befand - an der Anklspitz -, machten sich zwölf Mann zu Fuß auf den Weg. Zweieinhalb Stunden dauerte es, bis sie bei dem Wanderer waren. Um ihn sicher aus dem steilen Gelände zu bekommen, mussten die Bergwachtler eine Seilsicherung aufbauen. Unterstützt wurden sie dabei von einem Hubschrauber der Landespolizei, der den Einsatzort aus der Luft ausleuchtete. Rund 100 Meter weit war der Erdinger angeseilt. Bis er und die Retter auf einem befestigten Weg ankamen, war ein weitere Kilometer zurückzulegen. Über den Bockerlbahnweg begleiteten die Einsatzkräfte den Erdinger dann ins Tal und fuhren ihn dort zu seinem Auto. Da war es schon 0.30 Uhr. Der erfahrene Wanderer war noch in der Lage, selbst ins Krankenhaus nach Erding zu fahren. 

Im Einsatz waren die Bergwachten  Schliersee, Hausham und Brannenburg. Letztere waren mit drei Mann für die Notbetankung des Hubschraubers zuständig. Die Haushamer waren mit ihrem Technikfahrzeug vertreten. Vom Kameterbichl in Neuhaus aus beochbachteten sie mit Fernrohr und Nachtsichtgerät das Geschehen an der Anklspitz. Um 1 Uhr war der Einsatz beendet.

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