Horror auf A8: Unbekannter wirft Pflasterstein auf fahrendes Auto

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Retter in der Not: Wenn Frau Holle mal wieder nicht mitspielt, schlägt die Stunde der Schneekanonen. Aktuell dürfen diese in den Skigebieten im Landkreis aber erst ab 15. November laufen – egal, wie kalt es ist. Unser Foto wurde Ende Dezember 2016 in der Grafenherberge am Sudelfeld aufgenommen.

Landratsamt prüft Antrag auf früheren Start

Beschneiung: Landkreis-Skigebiete drücken aufs Tempo

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Erst ab dem 15. November dürfen in den Skigebieten die Schneekanonen laufen. Doch die Betreiber haben bereits einen früheren Termin beantragt. Die Prüfung am Landratsamt läuft.

Landkreis – Schon im Herbst die Brettl anschnallen, ohne dafür auf den Gletscher gondeln zu müssen? Was absurd klingt, ist in Kitzbühel Realität. Am 14. Oktober ist dort der Skibetrieb gestartet. Zwar nur auf einer Piste, aber dafür als eines der „absolut ersten Nicht-Gletscher-Gebiete“, wie es in der Werbung heißt. Ein paar Kilometer weiter nördlich stehen die Lifte noch still – und die Schneekanonen. Erst ab der Nacht zum Mittwoch, Punkt 0 Uhr, staubt es – entsprechende Temperaturen vorausgesetzt – aus den Turbinen in den Skigebieten im Landkreis. Denn erst ab dem 15. November erlaubt das Landratsamt die Beschneiung.

Einen vorzeitigen „Probebetrieb“ wie im vergangenen Jahr habe es heuer nicht gegeben, versichern die Betreiber von Spitzingsee, Sudelfeld und Oedberg auf Nachfrage unserer Zeitung. Dafür haben sie im Frühjahr beim Landratsamt gemeinschaftlich einen Antrag auf eine generelle Vorverlegung des Starttermins auf 1. November beantragt. Eine Antwort der Behörde habe man bislang noch nicht erhalten, sagt Peter Lorenz, Geschäftsführer der Alpenbahnen Spitzingsee.

Zumindest heuer sei das nicht weiter schlimm gewesen, weil es bislang eh noch nicht kalt genug gewesen sei für die Schneeproduktion. Für die nächste Saison sollte es aber klappen, meint Lorenz. „Das können wir in fünf Jahren wahrscheinlich eh nur zwei Mal nutzen.“ Am besten sei ohnehin eine Unterlage aus Naturschnee – so wie in diesen Tagen. Sollte zu den gefallenen 20 Zentimetern staubedingt noch etwas dazukommen und sich der Föhn zurückhalten, steht laut Lorenz einem Saisonstart am 25. November nichts im Weg.

Eine Woche später soll es dann auch am Sudelfeld losgehen, hofft Bergbahn-Geschäftsführer Egid Stadler. Am 1. Dezember werde der neue Achtersessellift an der Grafenherberge offiziell eingeweiht, am Tag danach sollen ihn die Skifahrer bereits nutzen können. Falls es vorher schon genug Schnee gebe, könnte man einige Anlagen auch früher in Betrieb nehmen, meint Stadler. „Aber mit weniger als 30 bis 40 Zentimeter brauchst du gar nicht anfangen.“ Gerade deshalb sei es wichtig, jeden Tag mit Temperaturen von unter minus drei Grad für die Beschneiung zu nutzen. Bei Bedarf eben auch schon vor dem 15. November. Der Energieverbrauch der Maschinen sei dadurch auch nicht höher, versichert Stadler.

Einen Saisonstart im Oktober wie in Kitzbühel schließen Lorenz und Stadler aber vorerst aus. Zumal dieser nichts mit der Beschneiung zu tun habe. Vielmehr hätten die Kollegen jenseits der Grenze den Schnee über den Sommer konserviert, weiß Lorenz. In einem mit Hackschnitzeln abgedeckten Loch. „Da gibt es auf 1800 Höhenmetern nur 15 bis 20 Prozent Verlust“, sagt Lorenz. „Das kühlt sich selbst.“

Davon hat auch Georg Reisberger schon gehört. Und die Idee gefällt dem Betreiber der Oedberglifte in Ostin nicht schlecht. Gerade in Tallagen könne man durch die „Übersommerung“ des Schnees den für das Geschäft so wichtigen Frühwinter mitnehmen. „Im März wollen bei uns die meisten Leute nicht mehr Skifahren“, sagt Reisberger. Konkrete Pläne für ein Schneelager habe er noch nicht, betont er. „Aber das könnte für viele Gebiete in unserer Höhenlage ein Thema werden.“ Aktuell sieht Reisberger den Oedberg noch „meilenweit“ vom Saisonstart entfernt. Das könnte sich ändern, sobald ab morgen die Schneekanonen laufen.

Ob dies künftig schon ab dem 1. November möglich ist, steht noch in den Sternen. „Ob dem Antrag im kommenden Jahr entsprochen werden kann, wird derzeit geprüft“, sagt Sophie Stadler, stellvertretende Pressesprecherin des Landratsamtes. Im Verfahren zur Festsetzung der Beschneiungsfristen höre die per Gesetz zuständige Untere Wasserbehörde alle beteiligten Fachbehörden an. Insbesondere der Naturschutz werde mit einbezogen. Sofern die Prüfung eine Änderung der Frist ergebe, sei diese nach derzeitigem Kenntnisstand zur Saison 2018 anwendbar.

Infos zu allen Skigebieten im Landkreis gibt es hier.

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