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Aus der Telefonzelle setzte der Trittbrettfahrer die Bombendrohung ab.

„Sowas kann einen in den Ruin treiben“

Bombendrohung beim Seefest: Das erwartet den Täter

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Schliersee - Er drohte damit, alle auf dem Seefest Schliersee in die Luft zu sprengen. Damit hat sich der 22-Jährige aus dem Landkreis nicht nur eine mögliche Haftstrafe eingebrockt.

Dem 22-Jährigen werden wegen der falschen Bombendrohung auf dem Schlierseer Seefest gleich zwei Straftaten vorgeworfen. Zum einen ist da der „Missbrauch von Notrufen“. „Das ist noch das kleinere Übel“, sagt Andreas Guske, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Das Strafgesetzbuch (StGb) sieht hier eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr vor. Sogar bis zu drei Jahre Gefängnis drohen dem Trittbrettfahrer wegen der „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“. Momentan ist er laut Guske wieder auf freiem Fuß. 

Auch zivilrechtlich könnte es für den jungen Mann noch ungemütlich werden. Sollten dem Veranstalter (hier der Gäste-Info Schliersee) Kosten oder Einnahmeausfälle entstanden sein, könnte dieser den Verursacher auf Schadensersatz verklagen. „Sowas kann einen Täter in den Ruin treiben“, sagt Guske. Dies wäre vor allem im Falle einer Räumung relevant geworden – oder bei der Absage einer Veranstaltung mit Ticketverkauf. Obwohl beides beim Seefest nicht der Fall war, musste die Gäste-Info kurzfristig das Sicherheitspersonal aufstocken – kostenpflichtig, wie Eventmanagerin Marion Riedl betont. Ob man Rechtsmittel ergreifen wird, will Riedl in Absprache mit Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer entscheiden. Die Polizei jedenfalls hofft, dass diese Aussicht potenzielle Nachahmer von vorneherein abschreckt.

sg

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