Läuft gut: der Bootsverleih am Schliersee.
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Läuft gut: der Bootsverleih am Schliersee.

Satzungsänderung notwendig

Bootsverleih Schliersee: Bauausschuss stimmt Neubau von Lager zu

  • Sebastian Grauvogl
    VonSebastian Grauvogl
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Der Bootsverleih am Schliersee kann aufatmen. Der Bauausschuss hat dem Neubau eines Lagers zugestimmt. Es gab aber auch Kritik.

Schliersee – Nicht nur das große Motorschiff legt beim Bootsverleih am Kurweg in Schliersee an. Auch mit Elektro-, Tret- und Ruderbooten können die Gäste hier in See stechen. Um diese angemessen warten und gegebenenfalls reparieren zu können, haben die Eigentümer nun den Bau eines Bootslagers auf ihrem Grundstück beantragt.

Wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, soll das Lager Abmessungen von 8,99 mal 5,50 Meter aufweisen und ein Walmdach in Kupfer erhalten. Letzteres, um die Gestaltung an den bestehenden Kiosk anzupassen. Dass das Vorhaben überhaupt im Bauausschuss auftauchte, liegt an der Einbeziehungssatzung, mit der das Grundstück seinerzeit dem Innenbereich zugeordnet wurde, erklärte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU). Dies beziehe sich aber nur auf den genehmigten Bestand, nicht auf mögliche Neubauten. Dafür müsse man die Satzung entsprechend ändern. Der Bürgermeister sah darin aber kein Problem. Das Lager sei harmlos und helfe einem gut frequentierten Betrieb. Aktuell, so Schnitzenbaumer, würden die Boote unter freiem Himmel gelagert, bei Regen unter einem Pavillon.

Kritik an Vorgehensweise der Betreiber

An Letzterem störte sich Gerhard Waas (Grüne) – oder vielmehr am generellen Vorgehen der Betreiber. „Erst errichtet man einen fliegenden Bau, und irgendwann wird er dann doch fest“, sagte Waas. Er erkenne zwar die Notwendigkeit des Vorhabens, der Weg dahin ärgere ihn aber. „Damit bringt man uns als Ausschuss in eine Zwangslage“, fand Waas. Wäre das Bootslager damals gleich mitbeantragt worden, hätte er die Satzung abgelehnt.

Jürgen Höltschl (CSU) hingegen sah in dem Neubau auch einen Unterstand, den Hochzeitsgesellschaften vor ihrer Überfahrt auf die Insel als Regen- oder Sonnenschutz nutzen könnten. Auch für die anderen Ausschussmitglieder überwog der Nutzen und so stimmten sie der Satzungsänderung mit 6:1 mehrheitlich zu.  

sg

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