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Burgruine mit Alleinstellungsmerkmal: Für Hohenwaldeck wird ein Sanierungsgutachten erstellt.

Hohenwaldeck

Sanierungsgutachten kommt

Die Burgruine Hohenwaldeck über Schliersee ist einer Sanierung einen kleinen Schritt näher gekommen. Ein entsprechendes Gutachten ist nun beauftragt.

Schliersee – Wie Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) zuletzt im Gemeinderat bekanntgab, wird für das historische Gemäuer ein Sanierungskonzept erstellt, bezahlt von den Bayerischen Staatsforsten als Eigentümer der Ruine.

Zuletzt hatte man sich fast Sorgen machen müssen, die Mauerreste würden weiter einstürzen. Das Areal war zum Teil mit Flatterband abgesperrt. Doch dies war, so die Information Schnitzenbaumers, eine Maßnahme der Polizei, weil es dort oben immer wieder zu Zusammenkünften gekommen sei, die den Corona-Einschränkungen widersprechen. Das sollte nun vorbei sein.

Vor einiger Zeit hatten die Staatsforsten mit umfangreichen Arbeiten das Mauerwerk von störendem und zerstörendem Wurzelwerk befreit. Das nun in Auftrag gegebene Sanierungskonzept ist der nächste Schritt. Primär geht es darum, „dass die Ruine nicht weiter einfällt“, sagt Schnitzenbaumer. Über Weiteres müsse man reden. Der Forstbetrieb Schliersee hatte schon deutlich gemacht, dass keine Unsummen bereit liegen, um das Gemäuer in Szene zu setzen. Es gehe einzig um den Erhalt.

Der Gemeinde schwebt etwas mehr vor, und dafür ist sie auch bereit, einiges an Geld auszugeben. Es geht darum, den geschichtlichen Hintergrund der Ruine erlebbarer zu machen. Als Ziel einer kleinen Wanderung sollte sie bekannt genug sein. Der Anstoß für mehr Öffentlichkeit für Hohenwaldeck kam unter anderem vom Burgenforscher Joachim Zeune, der findet, dass Hohenwaldeck dank seiner ungewöhnlich exponierten Lage ein Alleinstellungsmerkmal hat, das es zu nutzen gelte (wir berichteten).

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