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In eisiger Dunkelheit: Junge Frauen schlecht ausgerüstet an der Brecherspitz unterwegs - Kompliziertes Manöver folgt

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Hubschrauber am Parkplatz des Kurvenlifts
Dank einer „fliegerischen Meisterleistung“ konnten zwei Frauen aus dem Großraum München gerettet werden. © Bergwacht Schliersee

Zwei Frauen sind an der Brecherspitz in Bergnot geraten. Dank einer „fliegerischen Meisterleistung“ eines Hubschrauber-Pilots waren sie pünktlich zum Jahreswechsel wieder daheim.

Spitzingsee – Einen arbeitsreichen Silvesterabend hatten die Einsatzkräfte der Schlierseer Bergwacht. Gegen 17.30 Uhr wurden sie alarmiert, weil zwei junge Frauen aus dem Großraum München in Bergnot geraten waren. Nach Angaben der Bergwacht waren die zwei gegegen 14 Uhr vom Taubensteinparkplatz in Richtung Brecherspitz aufgebrochen.

Einsatz am Brecherspitz: Junge Frauen geraten in Bergnot - und trauen sich nicht weiter

Im vereisten und rutschigen Westgrat – namentlich an der Schlüsselstelle – trauten sie sich schließlich nicht weiter. „Die unzureichende Ausrüstung, schlechte Lichtquelle und der eisige Untergrund zwangen sie dazu, einen Notruf abzusetzen“, heißt es im Bergwachtbericht.

Einsatz am Spitzingsee: Zwei Hubschrauber, Bergwacht und Feuerwehr im Einsatz

Der diensthabende Einsatzleiter von der Bergwacht München hielt mit den Hilfesuchenden Rücksprache zu Örtlichkeit und körperlichem Zustand. Die Einsatzmannschaft traf sich dann zu einer Einsatzbesprechung an den Parkplatz des Kurvenlifts. Unterstützt wurden die Schlierseer von zwei weiteren Einsatzkräften der Münchner Bergwacht München.

Um eine Gefährdung der Einsatzkräfte auszuschließen und dank der Verfügbarkeit eines nachtflugtauglichen Rettungshubschraubers durch einen vorangegangenen Einsatz am Wallberg entschied sich der Einsatzleiter für einen Rettungsversuch aus der Luft.

Rettung bei „schwierigsten Wind- und Sichtverhältnissen“

Hierzu wurde die Feuerwehr Schliersee zur Ausleuchtung des Parkplatzes alarmiert. Diese rückte mit 15 Personen und mehreren Fahrzeugen an. Ein Polizeihubschrauber begleitete den Einsatz zur Ausleuchtung der Einsatzstelle. Zusätzlich standen sechs Einsatzkräfte an der Unteren Firstalm bereit, falls die schwierige Rettung aus der Luft scheitern sollte.

„Durch eine fliegerische Meisterleistung unter schwierigsten Wind- und Sichtverhältnissen“, so die Bergwacht, konnten die beiden Frauen mittels Seilwinde aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Abschließend brachte die Bergwacht die Geretteten zu ihrem Auto. Der Einsatz war gegen 20 Uhr beendet. „Pünktlich zum Jahreswechsel waren alle wieder zu Hause.“

Bergwacht mahnt: Stirnlampe gehört zur Ausrüstung dazu

In diesem Zusammenhang mahnt die Bergwacht dazu, bei Bergtouren das Zeitmanagement nicht außer Acht zu lassen und nur mit vollständiger Ausrüstung aufzubrechen. Dazu gehören unter anderem wetterfeste Kleidung, passende Schuhe, Biwaksack, Erste-Hilfe-Pack und – wichtig – eine Stirnlampe.

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