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Mit nacktem Oberkörper den ganzen Tag in der prallen Sonne zu arbeiten, wie es der Arbeiter rechts im Bild auf einer Baustelle in Bad Wiessee macht, ist nicht zu empfehlen. 

„Die meisten tragen eine Kopfbedeckung“

Ein Zimmermeister im Interview über Sonnenschutz auf dem Bau

Zimmerermeister Manfred Reckersdrees aus Schliersee findet, dass das Bewusstsein für die Gefahren durch die Sonne zugenommen hat. Auch auf dem Bau. Gerade wer wenig Haare auf dem Kopf hat, sollte sich schützen.

Schliersee – Wenn es auf der Baustelle heiß ist, sollten Arbeiter viel trinken, aber auch das Eincremen nicht vergessen. Das empfiehlt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt anlässlich des Tags des Sonnenschutzes. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wir haben darüber mit Zimmerermeister Manfred Reckersdrees aus Schliersee gesprochen. Er ist Marketing-Obmann der Innung Miesbach-Bad Tölz-Wolfratshausen.

Herr Reckersdrees, die Gewerkschaft empfiehlt, auf Baustellen Sonnenschutz zu verwenden. Wie ist Ihre Erfahrung? Halten sich die Arbeiter daran?

Reckersdrees: Teilweise. Der ein oder andere nimmt schon eine Sonnencreme her. Und mit freiem Oberkörper sollte man sowieso nicht arbeiten, das ist schon wegen des Arbeitsschutzes nicht zulässig. Die meisten tragen außerdem eine luftige Kopfbedeckung, wie zum Beispiel einen Strohhut. Das ist schon die Regel.

War das früher anders?

Reckersdrees: Ich denke schon. Das Bewusstsein für Gefahren durch die Sonne ist sicher größer geworden. Es ändert sich auch mit dem Alter. Wer nicht mehr viele Haare am Kopf hat, der merkt schnell, dass es nicht gut tut, wenn die Sonne runterbrennt.

 Sehen Sie die Arbeitgeber in der Pflicht, ihre Mitarbeiter auf Sonnenschutz hinzuweisen? Speziell auch Auszubildende?

Reckersdrees: Das wäre zu empfehlen. Grundsätzlich laufen Lehrlinge im Rudel mit. Wenn sich die Älteren schützen, machen sie das automatisch auch.

Christine Merk

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