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Explosion in Neuhaus 2012: Nur Trümmer blieben von der Doppelhaushälfte an der Breitensteinstraße übrig.

Rückblick

Erinnerung an die Gas-Explosion in Neuhaus

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Neuhaus - Die Brandstiftung im Affekt an der Hennererstraße weckt bei vielen Schlierseern die Erinnerung an den 12. Januar 2012.

Damals hatte sich eine dreifache Mutter (35) mit ihrem gemieteten Haus an der Breitensteinstraße im Ortsteil Neuhaus mittels einer Gas-Explosion in die Luft gesprengt. Ihr 34-jähriger Mann und die drei Kinder blieben unversehrt.

Bereits am 28. Dezember 2011 hatte das Ehepaar versucht, das Gebäude in die Luft zu jagen. Zu diesem Zweck hatten beide die Gasleitung in ihrer Doppelhaushälfte manipuliert. Laut Kripo sollten mehrere Teelichter, die das Ehepaar auf einen Tisch in der Wohnung gestellt und angezündet hatte, die Explosion auslösen. Um selbst der Gefahr zu entgehen, hatte die Familie am Nachmittag gemeinsam das Haus verlassen.

Als die Familie kurz vor Mitternacht zurückkehrte und ein intaktes Haus vorfand, in dem es lediglich stark nach Gas roch, verständigten die Eltern die Feuerwehr. Das Motiv: Sie wollten die Versicherungssumme für den Hausrat kassieren.

Die Wende in dem Fall kam damals auch für die Kriminalpolizei überraschend. Denn eigentlich hörte sich zunächst alles nach einem technischen Defekt an. Die Feuerwehren Schliersee und Hausham war angerückt, kappten die Verbindung zum Gastank, der im Garten stand, und lüfteten das Haus. Dabei entdeckten sie im Keller die beschädigte Gasleitung.

Der Familienvater zeigte sich bei seiner Vernehmung geständig. Als Motiv für die Tat gaben er und seine Frau erhebliche finanzielle Probleme an.

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