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Viel zu tun: Das Team der Schlierseer Lawinenkommission berät sich am Fuß der gesperrten Spitzingstraße. 

Skigebiete wollen wieder öffnen

Explosive Ladung verschwunden: Schwierige Lawinensprengung am Spitzing

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Den ganzen Freitag über war die Spitzingstraße wegen Lawinensprengung gesperrt. Grund war eine im Schnee verschwundene Ladung. Mittlerweile gibt es aber Entwarnung.

Spitzingsee/Bayrischzell – Plötzlich war sie weg. Verschluckt vom Schnee. Eine abhandengekommene Sprengladung hat Walter Alkofer und seinem Team von der Schlierseer Lawinenkommission am Freitag viel Arbeit bereitet. Das Halteseil, mit dem die Ladung vom Helikopter abgesetzt werden sollte, war gerissen, berichtet Alkofer auf Nachfrage unserer Zeitung.

Ihren Anfang nahm die Geschichte schon am Donnerstagabend. Gegen 21 Uhr hatte eine Lawine einen Teil der Spitzingstraße verschüttet. Allerdings sei das Schneebrett mit 15 Metern Breite und zwei Metern Höhe überschaubar gewesen, so Alkofer. Der Abgang hat den Experten überrascht, wie er sagt. „Normalerweise verläuft sich der Schnee da im Wald.“ Diesmal offenbar nicht. „Ekelhaft“, meint Alkofer. Aber zum Glück nicht weiter folgenreich.

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Um weitere Lawinen zu verhindern, startete sein Team dann am Freitag mit den Sprengungen. Doch auch hier hatten sie mit Problemen zu kämpfen. Eine von vier Ladungen zündete nicht, eine andere verschwand im Schnee. Die Suche per Hubschrauber blieb erfolglos. Gefahr sei nicht im Verzug, erklärt der Experte. Weil das Paket mit rund 2,5 Kilo Sprengstoff wohl von nachfließendem Schnee verschüttet worden sei, brauche man keine unkontrollierte Explosion befürchten. Die Suche soll am Samstag fortgesetzt werden, dann möglicherweise auch mit der Drohne der Bergwacht Hausham. Die Spitzingstraße sollte laut Alkofer am Freitagabend nach der Schneeräumung freigegeben werden. Die Sprengungen seien mit Ersatzladungen allesamt erfolgt.

Auf eine Wiederaufnahme des Betriebs hoffen auch die Betreiber der beiden großen Skigebiete im Landkreis. Vielversprechend sind die Aussichten fürs Sudelfeld: „Hier sollte zum Wochenende ein Großteil der Anlagen wieder öffnen können“, erklärt Antonia Asenstorfer, Pressesprecherin der Alpen-Plus-Partner. Sofern die Zufahrtsstraße am Samstag wieder frei sei. Das ist auch die Voraussetzung für das Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee. Sollte die Straße entgegen Alkofers Aussage am Samstag doch noch nicht frei sein, wäre der Einstieg ins Skigebiet wohl nur über die Rottacher Seite (Suttenbahn) möglich.

„Leider können wir keine hundertprozentigen Vorhersagen abgeben, da die Wetterlage dafür aktuell einfach zu unsicher ist“, betont Asenstorfer. Im Prinzip könne erst am Morgen des jeweiligen Tages endgültig entschieden werden, ob und welche Anlagen öffnen. Aktuelle Infos dazu gibt es laut Pressesprecherin auf den jeweiligen Internetseiten der Gebiete oder auf alpenplus.com.

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Seit einer Woche sorgt starker Schneefall für extreme Winterverhältnisse in Oberbayern. Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst rechnen mit einer neuen Unwetterfront am Wochenende.

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