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Fröhliches Feiern: Um ein Haar hätte der Spaß in Schliersee ein jähes Ende gefunden.

Trittbrettfahrer bekommt mächtig Ärger

Falsche Bombendrohung: Seefest stand kurz vor der Räumung 

Schliersee - Es hätte das dramatische Ende eines an sich wunderschönen Tages werden können. Um ein Haar hätte die Polizei am Samstag das Schlierseer Seefest geräumt. Grund war eine Bombendrohung.

Schliersee, Samstagabend. Fröhlich und unbeschwert feiern einige Tausend Gäste auf der Seewiese in Schliersee das Seefest.  Was keiner weiß. gegen 19.45 Uhr war bei der Polizei-Einsatzzentrale in Rosenheim ein Anruf eingegangen. Der Mann drohte, "alle in die Luft zu sprengen".  Sofort wurden zu den ohnehin am Seefest eingesetzten Beamten weitere geschickt, der Veranstalter informiert. Zivilbeamten untersuchten verdächtige Gegenstände. Die Einsatzleitung bereitete schon die Räumung des Geländes vor. Kurz bevor es dazu kam die Entwarnung. Ein 22-jähriger Mann aus dem Kreis Miesbach war festgenommen worden. Er entpuppte sich als der Anrufer. Seine Drohung: falsch.

Wie die Polizei meldet, war einer Hundeführerin bei der Anfahrt zu Einsatzstelle in der Nähe einer Telefonzelle eine verdächtige Person aufgefallen: eben der 22-Jährige. Der ist den Beamten der Polizeiinspektion Miesbach wegen verschiedener Kleindelikte schon bekannt und wies eine "frappierende Stimmenähnlichkeit mit dem Anrufer auf", wie es im Polizeibericht heißt. Zum Tatzeitpunkt war er betrunken. 

Auf den 22-Jährigen kommt nun einiges an Ärger zu. Zum einen bekommt er eine Anzeige, zum anderen kann die Falschdrohung richtig teuer werden, wenn er den Polizeieinsatz zahlen muss. 

Im Lichte der Anschläge von München, Ansbach und Würzburg hatten Polizei und Veranstalter am Sicherheitskonzept geschraubt, mehr Einsatzkräfte auf das Gelände geschickt und einen Sicherheitsdienst beauftragt. 

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