Chaos auf der Stammstrecke: Deswegen verspäten sich die S-Bahnen mehr als 40 Minuten

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Großeinsatz auf 1061 Höhenmeter: Mit technischen Höchsteinsatz können unsere Feuerwehrler auch hier löschen.

80 Mann proben den Ernstfall

„Feuer in der Schliersbergbahn“ - spektakuläre Feuerwehrübung

Großalarm, 80 Mann von vier Feuerwehren rücken aus. Was am Donnerstagabend wie eine Katastrophe anmutete, war in Wirklichkeit die Probe für den Ernstfall - auf 1061 Höhenmeter. Die Details:

Schliersee - Eine großangelegte Feuerwehrübung fand am Donnerstagabend an der Schliersbergbahn statt. Die Feuerwehren Schliersee mit Neuhaus und Spitzingsee sowie Hausham, Fischbachau und Elbach waren mit dabei. Die Feuerwehr Schliersee berichtet von dem Einsatz:

Sirenenalarm im südlichen Schlierachtal am Donnerstag gegen 18.15 Uhr. Mit der Erstmeldung durch die integrierte Leitstelle Rosenheim „starke Rauchentwicklung Seilbahnbergstation Schliersbergbahn“ beginnt eine großangelegte Feuerwehrübung. Aufgrund dieser Erstmeldung wird sofort eine Alarmstufenerhöhung veranlasst, welche neben der örtlich zuständigen Feuerwehr Schliersee die Abteilungen Neuhaus und Spitzingsee, wie auch die Nachbarfeuerwehren aus Hausham und Fischbachau sowie Elbach auf den Plan ruft. 

Da es sich um ein Sonderobjekt auf 1061 Höhenmeter handelt und die Anfahrt zum Objekt über Forststraßen stattfindet wird hier auf speziell geländefähige Einsatzfahrzeuge gesetzt über welche die benannten Einheiten verfügen. Im Übungsverlauf wird angenommen dass die Seilbahnbergstation in Brand steht und zum abschirmen des naheliegenden Hotelkomplexes eine große Menge an Löschwasser benötigt wird, welche nicht ausreichend zur Verfügung steht. 

Deshalb wird die Einsatzstelle in drei Abschnitte gegliedert. Abschnitt 1 ist für die Brandbekämpfung direkt am Objekt und die Abschirmung der Hotelanlage zuständig, während im Abschnitt 2 Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen über die nördliche Forststraße Wasser aus dem Tal zur Einsatzstelle verbracht wird. Der Abschnitt 3 verläuft über den bekannten Wanderweg auf der Südseite des Objektes, hier wird eine rund 1 Kilometer lange Förderstrecke mit Schläuchen und Pumpen über 120 Höhenmeter errichtet um Wasser von der Trinkwasserreserve zum Brandobjekt zu fördern. 

Bei der Übung sind rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren gefordert um dieses Szenario zu beherrschen, ebenfalls ist das gemeindliche Wasserwerk bei solchen Herausforderungen zur Unterstützung notwendig. Nur durch solch größere Übungen ist das Zusammenspiel aller Einheiten im Einsatzfall optimal gewährleistet. Ein großer Pluspunkt sind hierbei die kleineren und wendigeren Allradlöschfahrzeuge welche auch auf entlegeneren Forstwegen ihr Können unter Beweis stellen.

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