Weitere Verwendung ungewiss: Was mit dem alten Feuerwehrhaus in Neuhaus passiert, ist unklar.
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Weitere Verwendung ungewiss: Was mit dem alten Feuerwehrhaus in Neuhaus passiert, ist unklar.

Schlierseer Gemeinderat stellt Bebauungsplan für Gerätehaus

Feuerwehrhaus in Neuhaus wird nun doch ohne Wohnungen gebaut

Das war ein wenig anders geplant: Das neue Feuerwehrhaus in Neuhaus wird ohne dazugehörigen Wohnraum errichtet.

Neuhaus – Der erste formelle Schritt zum neuen Feuerwehrhaus in Neuhaus ist getan. Der Gemeinderat hat den Bebauungsplan für das Gelände zwischen Alperie (ehedem Gasthaus Sachs) und altem Gerätehaus auf den Weg gebracht. Anders als zwischenzeitlich geplant, wird es aber keine Wohnungen auf dem Gelände geben. Wie Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) in der Sitzung erklärte, hatte der Voreigentümer des Grundstücks dies zur Bedingung für einen Verkauf gemacht. 266 000 Euro bezahlt die Gemeinde laut Haushalt für das gut 1300 Quadratmeter große Gelände. Im Gemeinderat skizzierte Bebauungsplan-Architekt Gerhard Krogoll das Vorhaben.

Weil am Spitzingsee keine Löschgruppe zustandekommt: Brandschutz muss vom Tal aus gewährleistet werden

Demzufolge wird eine 16 mal elf Meter große Fahrzeughalle entstehen, Wandhöhe: etwa 5,20 Meter, mit Satteldach. Platz für drei Fahrzeuge ist darin, aktuell vorgesehen sind zwei. Einen Sprinter und einen PS-starkes Transportfahrzeug. Mittels Letzterem soll sichergestellt werden, dass im Brandfall am Spitzingsee schnell Hilfe aus dem Tal da ist. Eine eigene Mannschaft in dem kleinen Ortsteil war einfach nicht mehr zusammenzubekommen (wir berichteten). Neben der Garage wird es in einem Anbau Sozialräume (Duschen, Aufenthaltsräume) geben. Dieser ist 16 mal zwölf Meter groß, die Wandhöhe beträgt knapp 3,60 Meter. Klar: Satteldach. Die Zufahrt zu dem Gelände erfolgt direkt bei der nebenan gelegenen Alperie.

Schlechter Baugrund: Gemeinderat entscheidet sich für Kellergeschoss

Und das machte dem Straßenbauamt ein wenig Sorgen. Denn ein großer Baum vor der Gaststätte könnte bei der Ausfahrt die Sicht behindern. Ob diese wirklich ein so großes Problem ist und ob es Lösungen gibt (Astfreiheit bis zu einer gewissen Höhe, Spiegel auf der anderen Straßenseite) wird sich im weiteren Verfahren zeigen. Wie sich schon jetzt herausgestellt hat, ist der Baugrund „ziemlich schlecht“, wie Krogoll sagte. Es braucht Pfahlgründungen, damit der Anbau sicher steht, rein von den Kosten her, so der Architekt, könne man den Sozialtrakt auch unterkellern und so mehr Raum schaffen. Der Gemeinderat stimmte dem zu.

Zugeständnis an Grundstücksverkäufer: Wohn- und Geschäftshaus im Bebauungsplan

Zum Bebauungsplangebiet gehört auch der Bereich zwischen altem und neuen Feuerwehrhaus. Nach dem Bau des Letzteren würde dieser eine Baulücke darstellen, die die Gemeinde jetzt aber gleich mit überplant. Ein 18 mal zwölf Meter großes Wohn- und Geschäftshaus ist hier vorgesehen. Das Baurecht auf diesem Areal war Schnitzenbaumer zufolge ebenfalls Voraussetzung für den Grundstücksdeal. Hinsichtlich einer Bebauung bestehe seitens der Eigentümer „derzeit kein Interesse, eher als Option für die Zukunft“, sagte der Bürgermeister.

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Das Feuerwehrhaus schlägt laut Haushaltsplan in den kommenden Jahren mit gut einer weiteren Million Euro zu Buche. Als Zuschüsse sind rund 180 000 Euro eingeplant. Was mit dem alten Feuerwehrhaus passiert, ist noch unklar.  

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