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Es geht nichts voran: 2018 sollten sich die Türen zu dem historischen Forsthaus Valepp wieder öffnen. Doch erst braucht es einen Pächter, bevor die Sanierung beginnen kann. 

Immer noch kein Pächter gefunden

Forsthaus Valepp: Die Belebung bleibt in der Warteschleife

Mit einer baldigen Belebung des leer stehenden Forsthauses Valepp wird es nichts werden. Immer noch sind die Bayerischen Staatsforsten auf der Suche nach einem geeigneten Pächter.

Valepp – Vorher, so Forstbetriebsleiter Jörg Meyer, habe es keinen Sinn, die umfangreiche und teure Sanierung anzupacken. Der Sachstand ist somit seit Jahren unverändert.

Meyers Vorgänger Christoph Baudisch hatte bei seinem Abschied im Sommer des vergangenen Jahres noch davon gesprochen, dass ein Pächter gefunden sei. Das war wohl etwas verfrüht. Denn unterschrieben ist laut Meyer nichts. „Es gibt immer wieder Pachtinteressenten“, sagt er. Aber der Richtige sei bisher nicht dabei gewesen. Ein Betreiber soll aber feststehen, bevor die Sanierung angepackt wird. Es gelte, gemeinsam ein Konzept für eine erfolgreiche Bewirtschaftung zu entwickeln.

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Wie berichtet, gab es bereits im Jahr 2011 Bestrebungen, das 1841 unter der Regentschaft von König Max II. erbaute Haus zu sanieren. Sie wurden aber nicht weiterverfolgt. 2014 erfolgte ein erneuter Anlauf. Der Schlierseer Bauausschuss stimmte einem entsprechenden Antrag der Staatsforsten seinerzeit zu. Doch in den darauffolgenden Jahren verlief die Pächtersuche erfolglos. „Viele hatten keine Erfahrung in der Gastronomie“, hatte der damalige Schlierseer Forstbetriebsleiter Baudisch gegenüber unserer Zeitung erklärt. „Außerdem muss man sich damit auseinandersetzen, dass Valepp nicht der Münchner Stachus ist.“

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Untätig seien die Staatsforsten, die das Forsthaus im Auftrag des Freistaats Bayern als Eigentümer betreuen, nicht. Es gebe immer wieder Gespräche, in die auch die Staatsforsten-Zentrale in Regensburg eingebunden sei. Auch ein Architekt befasse sich mit dem Haus. Allerdings wolle man es nicht „auf gut Glück herrichten“, erklärt Meyer. Schließlich würde dafür die eine oder andere Million Euro draufgehen. Umso mehr gehe es darum, kostenbewusst an die Sanierung heranzugehen.

Aktuell planen die Staatsforsten, das Anwesen vernünftig einzuzäunen und vielleicht auch einen Brotzeitplatz einzurichten. Bis wieder Wanderer im Forsthaus einkehren können, wird wohl noch einige Zeit verstreichen.  

dak

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