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Stark sanierungsbedürftig ist das Forsthaus Valepp. Längst kehren dort keine Wanderer mehr ein. 2018, sagt Forstbetriebsleiter Christoph Baudisch, sollen sich die Türen zu dem historischen Gebäude wieder öffnen. 

Verhandlungen mit geeigneten Pächtern laufen

Forsthaus Valepp: Kehrt 2018 wieder Leben ein?

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Valepp - Einen Zeitplan gibt es zwar noch nicht. Freunde des Forsthauses Valepp können dennoch auf eine Wiedereröffnung hoffen. 2018 wird es wohl soweit sein.

Verträumt und weit abseits ausgetretener Pfade liegt es da, das geschichtsträchtige Forsthaus Valepp. Unzählige Gäste kehrten hier, nahe der Grenze zu Österreich, bereits ein, genossen die grandiose Natur zwischen Tegernsee, Spitzingsee und Tiroler Inntal. Besonders beliebt war das Gebäude stets bei Wanderern und Mountainbikern, die sich schnellstmöglich eine Wiederbelebung der historischen, aber stark sanierungsbedürftigen Gemäuer herbeisehnen dürften. Und die Zeichen dafür stehen nicht schlecht. „Es laufen aktuell vielversprechende Gespräche mit geeigneten Pächtern“, sagt der Schlierseer Forstbetriebsleiter Christoph Baudisch. Die Bayerischen Staatsforsten betreuen bekanntlich das in Staatsbesitz befindliche Gebäude.

Doch einen Schritt zurück. Bestrebungen, das 1841 unter der Regentschaft von König Max II. erbaute Haus zu sanieren, gab es bereits 2011. Allein, sie wurden nicht weiterverfolgt. 2014 schließlich, erfolgte ein erneuter Anlauf. Der Schlierseer Bauausschuss stimmte einem entsprechenden Antrag der Staatsforsten seinerzeit zu. Inzwischen sind zwei weitere Jahre ins Land gegangen – das Juwel liegt noch immer im Dornröschenschlaf. Warum in dieser Zeit nicht viel passiert ist, liegt maßgeblich daran, dass sich kein passender Gastronom für das Forsthaus fand. „Viele hatten keine Erfahrung in der Gastronomie. Außerdem muss man sich damit auseinandersetzen, dass Valepp nicht der Münchner Stachus ist.“

Man habe das Haus aber keinesfalls für einen sechsstelligen Betrag sanieren wollen, um dann von einem Interessenten zu hören, dass er „die Theke gerne woanders gehabt hätte“, erklärt Baudisch. Zudem hänge die Investitionshöhe auch entscheidend an der Art der Nutzung. „Wir wussten ja bisher noch nicht, ob ein Pächter nur eine Wirtschaft betreiben oder auch Zimmer vermieten möchte.“ Daher die Verzögerung. Dennoch war man nicht untätig. Das Dach wurde abgedichtet, um keine weiteren Schäden zu riskieren. Zudem wurden Böden und Einrichtung – eigentlich alles, was statisch nicht bedeutsam ist –, entfernt. „Innen ist es mehr oder weniger ein Rohbau.“

Welches Konzept wünschen sich die Staatsforsten? „Uns ist wichtig, dass das Forsthaus auch künftig für jeden offensteht. Es soll kein exklusiver Club mit Außenzaun werden“, macht der Forstbetriebsleiter klar. Was einen seriösen, erfahrenen Pächter anbelangt, ist Baudisch „sehr zuversichtlich“, bald zu einem Ergebnis zu gelangen. Der richtige Kandidat jedenfalls darf am künftigen Aussehen des Forsthauses aktiv mitwirken. Die Kompetenzen eines Forstbetriebs lägen schließlich in der Waldbewirtschaftung. „Wir brauchen also zwingend Ideen und Impulse von jemandem mit Gastro-Kompetenz.“ Wann sich die Türen zu dem besonderen Anziehungspunkt letztlich wieder öffnen werden, bleibt noch abzuwarten. Zum Ausgang des Winters sollen jedenfalls weitere Baumaßnahmen erfolgen. Baudisch: „Durchaus realistisch ist eine Eröffnung 2018.“

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