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Dauerhafter Ruhetag: Auch in dieser Saison können Radler und Wanderer nicht im Forsthaus Valepp einkehren. 

Leerstand seit Ende 2014

Forsthaus Valepp: Pächtersuche geht weiter, Neueröffnung nicht in Sicht

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Der „Dauer-Ruhetag“ geht weiter. Seit Ende 2014 wird ein neuer Pächter für das Forsthaus Valepp gesucht. Die Sanierung hängt weiter in der Luft. Wie es weitergeht, ist offen.

Spitzingsee – „Kein Ruhetag“: Diese für alle müden Radler und Wanderer frohe Botschaft steht noch immer auf der Internetseite des Forsthauses Valepp. Leider steht daneben aber auch: „Das Forsthaus ist derzeit geschlossen.“ Ein dauerhafter Ruhetag, quasi. Und das schon seit Ende 2014. Eine Wiedereröffnung ist nicht in Sicht, teilt Jörg Meyer, Leiter des Forstbetriebs Schliersee, auf Nachfrage unserer Zeitung mit. „Wir haben viele Gespräche mit Pachtinteressenten geführt, einen Durchbruch kann ich aber leider noch nicht vermelden.“

Dennoch würden sich die Bayerischen Staatsforsten als Eigentümer der 1841 unter der Regentschaft von König Max II. errichteten Ausflugsgaststätte in der Valepp weiter um eine Umsetzung der bereits 2011 angedachten Sanierung bemühen. „Wir sind uns der geschichtlichen Verantwortung für das Gebäude bewusst“, betont Meyer. Aufgrund der Investitionssumme von rund einer Million Euro müsse man aber ein Konzept finden, das einem Pächter einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglicht.

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Die Krux liegt damit ausgerechnet in der herrlichen weil abgeschiedenen Lage des Forsthauses. Bei schönem Wetter steppt der Bär, bei Regen verirrt sich aber kaum ein Wanderer oder Radler in das traditionsreiche Gasthaus. Meyer denkt deshalb darüber nach, die Wirtschaft etwas unabhängiger von den Tagesgästen zu machen.

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Zum Beispiel könnten Seminare oder Hochzeiten die Auslastung in der schwachen Zeit erhöhen. Auch die seit 2009 aus Brandschutzgründen gesperrten Übernachtungsmöglichkeiten im Obergeschoss sollen dafür wiederbelebt werden. Meyer kann sich sogar eine eigene Nasszelle für jedes Zimmer vorstellen. „Das muss man auf komplett neue Füße stellen“, sagt er.

Im Idealfall bereits mit einem Pächter an der Hand, so Meyer. Vielleicht sogar als Investor. Eines ist für den Forstbetriebsleiter aber nicht verhandelbar: die öffentliche Zugänglichkeit des Forsthauses. „Die Ausflugsgastronomie muss erhalten bleiben“, betont Meyer. Für die hiesige Saison bleibt aber wohl erst mal der durchgehende Ruhetag bestehen. Kleiner Lichtblick: Die Staatsforsten wollen sich um einen kleinen Kiosk für Brotzeit und Getränke bemühen.  

sg

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