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Mit Humor bei der Blutspende: Die BR-Moderatorin Anouschka Horn lässt sich von Marko Hammer die Nadel legen. Aufmerksam sehen zu: (v.l.) Professor Joachim Groh, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin im Krankenhaus Agatharied, Florian Meier, Chefarzt im BRK-Kreisverband, BRK-Kreisgeschäftsführer Robert Kießling, Georg Götz, Geschäftsführer des BRK-Blutspendedienstes, und BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk.

BRK führt erste Blutspendeaktion in der Vitalwelt durch

BR-Moderatorin lässt sich die erste Nadel setzen

Schliersee - Premiere in der Vitalwelt: Das BRK hat dort die erste Blutspendeaktion seit der Übernahme des Münchner Dienstes durchgeführt. Auch BR-Moderatorin Anouschka Horn ließ sich die Nadel setzen.

Anouschka Horn zuckte nicht mal mit der Wimper, als ihr Marko Hammer die Nadel legte. Die Moderatorin des Rundschau-Magazins im Bayerischen Fernsehen war eine der ersten, die gestern in der Vitalwelt in Schliersee dem Aufruf des Bayerischen Roten Kreuzes zum Blutspenden nachkamen. Die fröhliche Journalistin bestach vielmehr mit Humor. Nachdem Hammer, Leiter der Münchner BRK-Blutspendeteams, den Stauschlauch am Oberarm gelöst und der Moderatorin erklärt hatte, dass sie – wenns’ wirklich zwicken sollte – einfach ein paarmal die Hand zur Faust schließen könne, fragte sie: „Sie gehen jetzt Mittagessen?“ Da musste die Männerrunde, die rings um Horns Liege stand, lächeln. 

Viel BRK-Prominenz hatte sich zu dem Termin eingefunden. Er soll der Startschuss für eine ganze Reihe weiterer im Landkreis sein, nachdem das Rote Kreuz den Blutspendedienst München übernommen hat (wir berichteten). BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk hatte dafür die BR-Moderatorin gewinnen können und sie persönlich nach Schliersee begleitet. 

Auf eine Signalwirkung dieses ersten Angebots hofft Kreisgeschäftsführer Robert Kießling. „Ich glaube, die Bereitschaft der Menschen zum Blutspenden ist sehr groß. Wir müssen nur genügend Möglichkeiten schaffen“, erklärte er. Mindestens 25 Termine sollen künftig im Landkreis pro Jahr organisiert werden. Die nächsten stehen schon fest: am 10. Mai in Bad Wiessee und am 17. Mai in Holzkirchen. 

Wie wichtig das Blutspenden ist, machte die BR-Moderatorin in sehr persönlichen Worten deutlich. Erst kürzlich habe ihr ein Krankenbesuch in der Unfallklinik Murnau vor Augen geführt, wie angreifbar das Leben sei. „Wenn ich also einen Teil von mir selbst geben kann, durch den ein Kranker Linderung erfährt, dann gibt es doch kaum etwas Schöneres,“ sagte sie. Sie habe selbst eine an Krebs erkrankte Freundin lange Zeit begleitet und dabei erfahren, wie viel Leiden diese Patienten ertragen müssen. Der kurze Stich beim Blutspenden sei im Vergleich dazu nicht der Rede wert. 

Die Schlierseer waren wohl ebenso dieser Meinung. In großer Zahl strömten sie in die Vitalwelt. Simon Horst, Leiter der örtlichen BRK-Bereitschaft, war die Freude darüber anzusehen. Seine Leute hatten sich um Organisation, Werbung und Verpflegung gekümmert. Etwa 15 Ehrenamtliche waren gestern vor Ort und betreuten auch die Aufnahme. Unterstützt wurde die Bereitschaft von Monte Mare, die nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung stellten, sondern jedem Spender einen freien Eintritt schenkten. „Wir waren gespannt, wie viele kommen“, verriet Horst. Das Ergebnis sei überwältigend. Allein in der ersten knappen Stunde zählten die BRK-Mitarbeiter bereits an die 100 Spender.

Von Christine Merk

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