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Weitläufige Spuren im Schnee: Das Loipennetz in Schliersee – hier die Strecke in der Valepp im Ortsteil Spitzingsee – kann sich sehen lassen. Zur Pflege ist nun die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs geplant.

Technischer Alleskönner

Für 215.000 Euro: Schliersee will neues Loipenpflege-Fahrzeug kaufen

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Schliersee investiert in den Tourismus. 215.000 Euro will die Gemeinde für ein neues Pflegefahrzeug für Loipen und Wanderwege kaufen. Das soll ein echter Alleskönner sein.

Schliersee Es spurt selbst bei niedrigem Schnee, ohne die Wiese umzugraben. Es verliert selbst im tiefsten Weiß nicht die Orientierung. Und es verkriecht sich auch im Sommer nicht in der Garage. Das neue Loipenspur- und Wegepflegegerät der Marktgemeinde Schliersee soll ein echter Alleskönner sein. Und das lässt sich der Tourismusort einiges kosten. Rund 215 000 Euro teuer soll das Fahrzeug sein, dessen Anschaffung der Gemeinderat nun einstimmig auf den Weg gebracht hat. Ein Zuschuss ist in Aussicht.

Da die Förderrichtlinie Ende 2018 außer Kraft getreten ist, habe man bereits im Oktober einen entsprechenden Antrag auf Zuwendung gestellt, erklärte Kämmerin Heidi Riesenthal. Für die weitere Bearbeitung bei der Regierung von Oberbayern brauche es nun noch grünes Licht aus dem Gemeinderat. „Wir stimmen noch nicht über den endgültigen Kauf ab“, schickte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) den Beratungen voraus. Es gehe lediglich darum, Angebote einzuholen.

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Laut Riesenthal kann die Gemeinde bei einem Eigenanteil von mindestens 20 Prozent mit einem Fördersatz von 50 Prozent der Kosten rechnen. Eventuell sogar mehr. Die Notwendigkeit der Anschaffung begründete sie mit der touristischen Ausrichtung Schliersees. Um den naturnahen Erholungswert für Einheimische und Gäste zu erhalten und zu erhöhen, müsse man die Langlaufloipen und (Winter-)Wanderwege im insgesamt 155 Kilometer umfassenden Netz pflegen und gegebenenfalls auch ausbauen.

Die Gemeinderäte musste Riesenthal nicht lange überzeugen. Peter Sprenger (Die Schlierseer) war vor allem von der GPS-Technik der modernen Fahrzeuge angetan. „Die finden selbst bei viel Neuschnee die Loipe – ohne Stangen“, sagte Sprenger. „Eine feine Sache.“ Weil die Geräte statt mit Raupenketten mit Rädern ausgerüstet seien, blieben Schäden am Untergrund aus. Gerhard Waas (Grüne) berichtete, dass Fahrzeuge dieser Art auch in der Forstweg-Pflege im Sommer erfolgreich zum Einsatz kommen.

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Jürgen Höltschl (CSU), selbst Bauhof-Mitarbeiter, bat darum, beim Einkauf auf eine ausreichend große Motorleistung zu achten. Als Negativbeispiel erinnerte er schmunzelnd an einen Bauhof-Unimog, der mit 90 PS eher schwach auf der Brust sei. „Der weint vor jedem Berg.“  

sg

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