Gasthöfe Zur Post und Prinzenweg in Schliersee: Ende der Leerstände
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Der Gemeinderat hat dem Bauantrag zu Sanierung und Umbau des Gasthofs Zur Post zugestimmt.

Nicht allen gefällt‘s

Gasthöfe Zur Post und Prinzenweg in Schliersee: Ende der Leerstände

Einer Wiederbelebung des Gasthofs zur Post in Schliersee steht seitens der Gemeinde nichts mehr im Wege. Und auch in den Gasthaus Prinzenweg kehrt Leben zurück – allerdings anders als gewünscht.

Schliersee – Mit dem Gasthaus Prinzenweg und dem Gasthof zur Post hat Schliersee zwei prominent an der Bundesstraße platzierte Leerstände. In beide soll schon bald Leben zurückkehren.Und in beiden Fällen hat die Gemeinde Schliersee das ihre getan. Bei der Post hat der Gemeinderat zuletzt dem Bauantrag zugestimmt. Der geht nun ans Landratsamt. Liegt die Baugenehmigung vor, kann Eigentümer Franz Kroha mit der Sanierung beginnen. Geplant ist ein Garni-Hotel mit 82 Betten ohne größere Gastronomie. Der Saal für Veranstaltungen bleibt erhalten. Vier zusätzliche Stellplätze, die durch die Erweiterung nötig wären, kann Kroha ablösen. Knapp 31 000 Euro muss er dafür berappen.

Ausgewiesen sind auf dem engen Gelände derweil nur 25 Stellplätze. Mehr passen nicht hin, wenn man sich an aktuelle Vorschriften hält, was der Planer natürlich tun muss. Nach den Pfingstferien wollen Kroha und Eva Skofitsch, die bei der Wiederbelebung des Gasthofs mit im Boot sitzt, entscheiden, wann und wie genau es weitergeht.

Weitergegangen ist es bereits beim Gasthof Prinzenweg. Seit Kurzem ist Walter de Alwis vom Schlierseer Hof neuer Eigentümer, und der will das Gemäuer stehen lassen – als Personalhaus. Abriss und Neubau, wie von der Gemeinde gewünscht und auch vom Projektplaner Bernhard Bremora angestrebt? Daraus wird nichts. Der Münchner Investor stürzt sich in andere Projekte und hat die Chance zum Verkauf ergriffen, als sie sich bot.

Das Gasthaus Prinzenweg wird künftig als Personalhaus genutzt.

Die kam recht kurzfristig zustande, wie de Alwis erklärt. Er bekomme in den Sommermonaten 18 zusätzliche Mitarbeiter. Für deren Unterbringung habe er eigentlich die Zusage eines Bekannten gehabt, ein Haus mieten zu können. Doch das zerschlug sich, und so kam der Gasthof Prinzenweg ins Spiel. De Alwis griff zu – „eine Hauruck-Aktion“, sagt er selbst. Aber: „Wer gutes Personal haben will, braucht eine Wohnmöglichkeit.“ Im Prinzenweg gibt es auf 785 Quadratmeter Geschossfläche rund 20 Zimmer.

Die richtet de Alwis gerade her. Dabei soll es allerdings nicht bleiben. „Die Bausubstanz ist gut“, sagt er. Er werde kleine Appartements für seine Mitarbeiter einrichten, und auch die Gaststätte im Prinzenweg möchte der Eigentümer des Schlierseer Hofs renovieren. De Alwis schwebt vor, die Wirtschaft dann zu verpachten. Freilich soll auch der Anblick des Gasthauses am nördlichen Schlierseer Ortseingang schöner werden. Zuletzt sah das Gelände heruntergekommen und verwahrlost aus.

Die Gemeinde hätte es deutlich lieber gesehen, wenn das Gasthaus abgerissen und ein Ersatzbau, ein Wohn- und Geschäftshaus, weiter von der Bundesstraße weg errichtet worden wäre. Dies wäre ein wichtiger Schritt, um vielleicht einmal die Verkehrssituation am Bahnübergang zu verbessern. Eigens dazu hatte die Gemeinde sich einen Grundstücksstreifen des Prinzenweg-Geländes gekauft und auch eine langwierige Bauleitplanung vorgenommen (wir berichteten). Der Vorbau des Gasthauses steht somit zum Teil auf Gemeindegrund, und Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) hat bereits angedeutet, dass die Gemeinde fordern werde, dass ihr Grund und Boden von jedweden Bauten befreit wird. Dies muss de Alwis zufolge dann der Vor-Eigentümer erledigen. „Das ist vertraglich so festgelegt“, sagt er.

Daniel Krehl

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