In die Diskussion rund um das Freilicht-Museum von Markus Wasmeier kehrt Sachlichkeit ein.  Dem Skistar wird wohl doch der Weg zu Park- und Lagerflächen geebnet.
+
Der Schlagloch-Parcours ist passé: Die Bundesstraße am Freilicht-Museum (l.) ist inzwischen asphaltiert. Die Bahn übernimmt die Planung der lange geforderten Linksabbiegespur.

Freilicht Museum

Gemeinderat vs. Wasmeier: Der gröbste Grant scheint verflogen

In die Diskussion rund um das Freilicht-Museum von Markus Wasmeier in Neuhaus kehrt Sachlichkeit ein. Nach dem Nein zu einer Bebauungsplan-Änderung im Gemeinderat empfiehlt der Bauausschuss, nun doch den Weg zu Park- und Lagerflächen zu ebnen.

Schliersee – Nach jahrelangem Stillstand hat sich auf der B 307 im Bereich Freilicht-Museum in Neuhaus inzwischen etwas getan. Im Auftrag der Deutschen Bahn wurde der noch nicht sanierte Abschnitt neu asphaltiert. Das Straßenbauamt hatte ihn bei der großen Erneuerung der Ortsdurchfahrt ausgespart, weil noch eine Linksabbiegespur zum Parkplatz des Museums fehlte. Das ist auch schon wieder sieben Jahre her. Eigentlich, so hieß es stets aus dem Rathaus, sei Wasmeier verpflichtet, die Abbiegemöglichkeit zu bauen. Zwar nicht sofort, aber spätestens, wenn das geplante Wintersportmuseum unter Beteiligung der Gemeinde realisiert werde. Als Wasmeier zuletzt den Bau von Park- und Lagerflächen und damit eine Bebauungsplanänderung beantragte (wir berichteten), witterte so mancher Gemeinderat die Gelegenheit, die fehlende Abbiegespur durchzusetzen. Geht nicht, hieß es dann, Wasmeier dürfe als Privatperson an der Straße noch nicht einmal planerisch tätig werden. Verärgert – womöglich aber wenig sachgerecht – lehnte eine knappe Mehrheit des Gemeinderats dann die Änderung des Bebauungsplans ab.

Hier was im Gemeinderat geschah: „So ein Saustall!“: Markus Wasmeier hat Ärger mit dem Gemeinderat 

Der gröbste Grant scheint nun verflogen. Die Deutsche Bahn hat im Zuge der Sanierung des Bahnübergangs in Neuhaus die Straße asphaltieren lassen und auch das Thema Linksabbiegespur angepackt. „Ein Entwurfsplan liegt inzwischen vor“, sagte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) nun im Bauausschuss. Für die Bahn ist insbesondere wichtig, dass die direkt am Bahnübergang einmündende Straße Brunnbichl nach Norden verlegt wird. Der Grund: Wer von der nicht befestigten Straße nach links abbiegt, läuft wegen der nur halbseitigen Schranken Gefahr, auf dem Bahnübergang zu landen. Zu gefährlich. Züge dürfen an dieser Stelle deshalb nur im Schneckentempo fahren. Wie berichtet, ertüchtigt die Bahn in der ganzen Region diverse Anlagen. Im Zuge dessen wird auch die Situation in Neuhaus gelöst. Wohl aber erst 2021.

Auch interessant: Markus Wasmeier verklagt früheren Werbepartner - Jetzt gibt es ein Urteil 

Gut für Markus Wasmeier, der somit ein Thema loswird, das ihm nicht nur in Teilen des Gemeinderats Kritik eingebracht hat. Nach der Schlappe im Gemeinderat lag dem Bauausschuss nun ein konkretisierter Antrag zum Bau von Parkmöglichkeiten und Lagerflächen vor. Auf diversen Flächen links und rechts neben der Gemeindestraße Brunnbichl sollen Mitarbeiter parken können, weitere Bereiche sind als zusätzliche (Lieferanten)Parkplätze bei großen Veranstaltungen – etwa beim Handwerkermarkt – vorgesehen. Zudem braucht es Lagerflächen für Material wie Bretter oder Steine. Genannt ist im Antrag zudem ein Stadl für Ausstellungen und Archiv sowie als Garage. Wichtig für die Kommunalpolitik: Alles soll gefälliger gestaltet werden, als dies aktuell der Fall ist. Hecken und Feldgehölzen etwa. Die Container sollen zumindest verkleidet oder gleich durch etwas Dauerhaftes ersetzt werden.

Die Sache geht nun wieder in den Gemeinderat, dem der Ausschuss die Änderung des betreffenden Bebauungsplans empfahl.

Sorge um Freilichtmuseum: Markus Wasmeier bangt um sein Herzensprojekt wegen der Coronakirse.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare