Die aktuelle Ansicht: das Gesundhaus-Projekt an der Stolzenbergstraße in Neuhaus.
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Die aktuelle Ansicht: das Gesundhaus-Projekt an der Stolzenbergstraße in Neuhaus.

Sechs Doppelzimmer weniger

Gesundhaus Neuhaus: Gemeinderat gibt Startschuss für Hotelprojekt

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Sechs Doppelzimmer weniger: Die Planer des Gesundhaus-Projekts in Neuhaus haben die überbaute Fläche nochmals reduziert. Der Gemeinderat startete dafür das Verfahren.

Schliersee – Kleiner geht’s nicht mehr. Das hatte Projektentwickler Wolf-Dieter Roetzer den Schlierseer Gemeinderäten bei der letzten öffentlichen Diskussion der Gesundhaus-Pläne an der Stolzenbergstraße in Neuhaus gleich mehrfach deutlich gemacht. Seine Botschaft: Eine weitere Reduktion der Zimmer würde einen wirtschaftlichen Hotelbetrieb zunichtemachen. Die Gemeinderäte blieben hart und lehnten den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan mehrheitlich ab. Am Dienstagabend folgte nun die Annäherung. Roetzer und sein Architekt hatten doch nochmals die Schere angelegt – und der Gemeinderat startete das Planverfahren.

Um insgesamt 250 Quadratmeter sei die überbaute Fläche im Vergleich zum letzten Entwurf geschrumpft, erklärte Bauamtsleiterin Birgit Kienast. Gleich an mehreren Stellen hätten die Planer zurückgeschraubt. Das Gesundhaus wurde um zwei Meter, das Gästehaus sogar um sechs Meter verkürzt, die vier Naturhäuser um jeweils einen halben Meter. Sechs Doppelzimmer würden dadurch wegfallen. Auch an der Stellplatzfront hat sich etwas getan. Laut Kienast entsprechen die 88 Stellplätze (größtenteils in der Tiefgarage) nun den Anforderungen der gemeindlichen Satzung.

Ob den Gemeinderäten diese Verkleinerung ausreicht, blieb in der Sitzung offen. Aus gutem Grund: „Es geht heute nur um den Einleitungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan“, erklärte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU). Alle genannten und damit auch die strittigen Punkte würden im Verfahren abgearbeitet, bis hin zur Gestaltung. „Wir entscheiden heute nicht, wie das Projekt am Ende aussieht“, sagte Schnitzenbaumer und kündigte schon mal an, dass man vor allem in den Vorhabens- und Erschließungsplan viel Zeit investieren müsse. „Da steckt alles drin.“ Auf die Frage von Florian Reinthaler (CSU), was passiere, wenn die Vorgaben des Gemeinderats nicht erfüllt werden, antwortete der Rathauschef: „Dann ist der Bebauungsplan obsolet.“

Um möglichen Einwendungen genug Raum zu geben, regte Kienast an, den Plan wegen seiner Komplexität zwei Mal öffentlich auszulegen. Dies sei allein schon wegen der zu erwartenden Überarbeitungen angebracht. Die Gemeinderäte segneten die Einleitung des Verfahrens mit 15:1-Stimmen ab. Zuvor hatte sich Horst Teckhaus (PWG) nochmals abgesichert: „Wir geben nichts aus der Hand und haben weiter alles voll im Griff?“ Schnitzenbaumer nickte: „Das haben wir bis zum Schluss.“

sg

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