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Bus, Haltestelle, Valepp, RVO
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Bleibt vorerst verwaist: eine Haltestelle der RVO-Buslinie vom Spitzingsee über die Valepp bis zur Monialm.

Nach Einstellung des Betriebs

Hoffnung für Buslinie in Valepp? Schliersee plant Gespräch mit RVO

  • Sebastian Grauvogl
    vonSebastian Grauvogl
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Weil der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, hat die RVO die Buslinie in der Valepp eingestellt. Die Gemeinde Schliersee will das nicht so ohne Weiteres hinnehmen.

Schliersee – Jeder fordert weniger Autoverkehr – und gleichzeitig wird eine Buslinie gestrichen. Die Entscheidung der Regionalverkehr Oberbayern (RVO) GmbH, den Betrieb der vor allem bei Wanderern beliebten Verbindung vom Spitzingsee über die Valepp zur Monialm einzustellen, hat nun auch im Schlierseer Hauptverwaltungs- und Werkausschuss für Verwunderung gesorgt. Doch noch wollen die Beteiligten die Flinte nicht ins Korn werfen. Wie Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer erläuterte, werde man sich mit Vertretern der ebenfalls betroffenen Gemeinde Rottach-Egern und der RVO zusammensetzen und prüfen, wie man die Linie erhalten kann.

Wie berichtet, beruft sich die RVO auf eine Gesetzesnovelle, wonach Fahrzeuge – also auch Busse – beim Vorbeifahren an Fußgängern und Radfahrern einen Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern einhalten müssen. Weil die Straße in der Valepp aber verhältnismäßig schmal ist, dürften die Busse hier ab sofort nicht mehr überholen. Bei alleine rund 200 Radlern täglich sei auf besagter Strecke kein ordentlicher Betrieb mehr möglich, so die Argumentation der RVO.

„Sehr schade“, kommentierte Schnitzenbaumer die Entscheidung im Ausschuss. Aber man habe der RVO Alternativen vorgeschlagen. Beispielsweise den Einsatz von schmaleren Bussen oder gar einer Bimmelbahn. Dies scheide aber laut RVO aus Kostengründen aus. Doch die Gemeinde werde nun auch mal bei privaten Betreibern anfragen, kündigte Schnitzenbaumer an.

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Karl Hiermeyer witterte hinter dem Ende der Buslinie gar eine verkappte Spartaktik seitens der RVO. „Vielleicht wollen sie da einfach aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr fahren?“, mutmaßte Hiermeyer.

Kuramtsleiter Mathias Schrön wies diese Vermutung klar zurück. Über die Abrechnung der Gästekarten wisse man, dass die Verbindung mit alleine rund 20 000 touristischen Fahrten pro Jahr sogar sehr stark frequentiert werde. Die Gratis-Nutzung für Inhaber der neuen Seniorentickets würde dem Angebot einen weiteren Schub verleihen, meinte Schrön.

Auch deshalb gehe er durchaus optimistisch in die weiteren Gespräche: „Die RVO würde die Linie gern weiter bedienen.“ Dafür brauche es aber eine Ausnahmegenehmigung. Ob und wie diese zu erwirken sei, müsse nun geklärt werden.  

sg

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