Werkstatt und Garagen an der Westerbergstraße in Schliersee. Sie sollen einer Wohnbebauung weichen.
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Pläne geändert: Statt eines Therapie- und Trainingszentrums sollen Werkstatt und Garagen an der Westerbergstraße nun einer Wohnbebauung weichen. Auf einem Teil seines Firmengeländes möchte Warnecke & Böhm zudem Flächen für Hotel, Seminare und Kultur schaffen.

Warnecke & Böhm will bauen

Hotel und Kultur am Lackfabrik-Gelände in Schliersee?

Schliersee – Der Lackhersteller Warnecke & Böhm will auf seinem Firmengelände in Schliersee ein paar Änderungen vorzunehmen. Neben Wohnungen sollen auch Flächen für Hotel, Seminare und Kultur entstehen. Die Mehrheit des Bauausschusses kann sich so etwas vorstellen.

Die Kultur hat ja schon einmal in größerem Rahmen Einzug gehalten auf dem Werkgelände von Warnecke & Böhm. Vor fünf Jahren wurde dort mit einer Licht- und Farbinstallation der Kulturherbst eröffnet. Nun könnte die Kunst dauerhaft einkehren am Schlierseer Westufer. Doch bis dahin ist ein gutes Stück Weg zurückzulegen.

Vorhaben könnte schwierig werden: Es tangiert den geschützten Außenbereich

Denn die ins Auge gefassten Grundstücke liegen südlich des Firmengeländes im Außenbereich oder lappen zumindest zum Großteil in diesen hinein. Um hier etwas zu ermöglichen, müsste die Gemeinde die Bauleitplanung in die Hand nehmen. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) äußerte in der Sitzung leichte Zweifel, ob die Gemeinde hier ein städtebauliches Ziel formulieren könnte, das einen Eingriff in den Außenbereich rechtfertigt. Im Flächennutzungsplan ist das Gelände als Flächen für Landwirtschaft, Almen und Felsregion festgesetzt. Die direkt angrenzende Lackfabrik bringt zudem immissionsschutzrechtliche Probleme mit sich. Diese Klippen zu umschiffen, ist nun Aufgabe des Planers von Warnecke & Böhm. Der Bauausschuss hat seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert.

Bauherr sagt: „Befinden uns noch mitten in der Planung“

„Wir befinden uns noch mitten in der Planung, unser Architekt ist noch beschäftigt“, teilt Warnecke & Böhm-Geschäftsführer Marcus Preußner auf Anfrage unserer Zeitung wortkarg mit. Deshalb könne man sich aktuell noch nicht näher zum Projekt äußern. Das werde sich aber ändern, wenn man den fertigen Bauantrag im Rathaus einreiche.

An der Westerbergstraße sollen Wohngebäude entstehen

Der beinhaltet dann wohl auch den Abriss der Garagen und der Werkstatt vorne an der Westerbergstraße. Hier hatte Warnecke & Böhm vergangenes Jahr den Umbau in ein Therapie- und Trainingszentrum mit Shop und Café und weiteren Räumlichkeiten beantragt (wir berichteten). Davon scheint man nun abgekommen zu sein. In der neuerlichen Bauvoranfrage ist jedenfalls von einer Wohnbebauung in ähnlichem Umfang die Rede. Schnitzenbaumer fand das „relativ harmlos“, die anderen Gemeinderäte ebenso. Doch auch hier ist die Nähe einer Wohnnutzung zum Gewerbegebiet – getrennt nur vom Breitenbach – zu klären.

Lesen Sie dazu passend: Nach Hausham startet auch Westenhofen. In Hausham befürchten Anwohner Lkw-Verkehr.

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