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Hier hat jemand groß eingeladen: 120 Plätze fasst das Hauptgebäude auf der Insel Wörth. Nicht genug. Es wurde ein Extra-Zelt benötigt, das per Hubschrauber auf die Insel geflogen wurde. 

Geheimniskrämer sichert sich viel Aufmerksamkeit

Hubschrauber fliegt Insel Wörth im Schliersee mit Material an - was ist da los?

Für die einen war es ein sehenswertes Spektakel, andere regten sich über den stundenlangen Lärm auf. Am Montag hat ein Hubschrauber umfangreich Material auf die Insel Wörth im Schliersee geflogen. Was ist denn da los?

Schliersee – Verglichen mit dem Aufwand ging es eigentlich ruckzuck. Binnen weniger Stunden hatte am Montag der Hubschrauber – ohne zwischendurch zu landen – eine beträchtliche Anzahl von Gitterboxen auf die Insel Wörth geflogen. Schon am darauffolgenden Tag stand – vom Schlierseer Südufer aus bestens sichtbar – ein großes Zelt mit Holzboden und Terrasse, voluminöser als die nebenan liegende Inselgastronomie. Hier feiert jemand im großen Stil – so viel steht fest. Um wen es sich dabei handelt, darf der neue Inselpächter Michael Sechehaye nicht verraten.

Geld – so viel steht fest – muss jedenfalls da sein. Hubschrauber-Einsätze sind bekanntlich teuer. Wobei: Offenbar war diese Variante noch günstiger, als eine Lösung mit Schiffen, die viel länger gebraucht hätten und dadurch Kosten für Personal nach sich gezogen hätten. Ein Lastenschiff hätte man auch erstmal nach Schliersee bringen müssen. Also Hubschrauber. Dank der – naja – Sparsamkeit hat der Veranstalter nun aber auch das, was er wohl nicht haben will: Aufmerksamkeit. Und sollte die Großfeier ausgerechnet am Wochenende stattfinden, ist auch für reichlich potenzielle Zaungäste gesorgt. Von Freitag bis Sonntag findet der Schlierseer Gartenzauber statt. Der hatte vor zwei Jahren tausende Besucher. Allerdings: Vom Kurpark aus wird das Fest nicht einsehbar sein.

Lesen Sie auch: Im Schliersee: Ein Stückchen Insel für 3,5 Millionen zu verkaufen

Im Internet gab es umgehend eine Beschwerde über den stundenlangen Hubschrauber-Lärm. War aber alles genehmigt, wie Sechehaye weiß. Nicht wenige hätten das „Spektakel“ sogar fasziniert vom Seeufer aus mitverfolgt. Das dürfte sich wiederholen, wenn das Zelt auf identische Weise abtransportiert werden sollte.

Die exklusive Großveranstaltung zeigt, was der neue Pächter bereits angekündigt hat. Die Insel bleibt zunächst exklusiven Veranstaltungen vorbehalten. Aber: Ab Juli, vielleicht sogar noch im Juni, möchte Sechehaye das Gasthaus der Öffentlichkeit zugänglich machen. Nicht wie bisher für ein Brunch, das der Wirt eher für den Herbst anvisiert. „Eine kleine Karte mit fünf bis vielleicht acht Gerichten“, schwebt dem Münchner vor. Und noch ein Änderung hat er anvisiert: Die kleine Blockhütte, die ebenfalls auf dem Gelände steht, wird ebenfalls für Festlichkeiten vermietet. Rund 50 Personen passen rein. Das Haupthaus fasst bis zu 120 Gäste – offenbar zu wenig für das nun anstehende Fest.

Ob es sich um ein Familienfest oder eine Firmenveranstaltung handelt, unterliegt ebenso der Geheimhaltung wie der Termin. Apropos Termine: Auch nach dem Pächterwechsel läuft es gut auf der Insel. Die beliebten Samstagstermine sind von einer Ausnahme am 7. Juli bis in den August hinein ausgebucht.

Daniel Krehl

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