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Die Umgestaltung des Natureisstadions am Freudenberg in Schliersee läs st auf sich warten.

Neue Hürden beim Leader-Projekt

Gegenwehr bei Trendsportarena am Schlierseer Freudenberg

Die Verwirklichung einer Trendsportarena am Freudenberg ist ins Stocken geraten. Die Eigentümer des Geländes, das der TSV im Erbbaurecht nutzt, sehen die Pläne kritisch. Klärungsgespräche laufen.

Schliersee – Eigentlich schien alles in trockenen Tüchern und der Start der Erneuerung des Natureisstadions am Freudenberg in Schliersee nur noch an ein paar Formalitäten zu hängen. Doch die Hürden sind offenbar höher als angenommen. Bezüglich des möglichen Umfangs einer Nutzung bestehen unterschiedliche Auffassungen. Geregelt ist dies in Erbpachtverträgen zwischen dem TSV Schliersee und der Eigentümerfamilie Hofberger. Letztere befürchtet, dass auf dem Gelände bis tief in die Nacht hinein Betrieb herrscht. So sei das aber nicht gedacht gewesen, als man in den 1950er-Jahren den Erbpachtvertrag schloss. Er läuft 2032 aus.

Aktuell ist der neue Vorsitzende der Eishockeysparte, Thomas Huber, in Gesprächen mit der Familie und deren Rechtsanwalt Walter Beck (Gmund). Huber möchte aktuell nichts über den Sachstand sagen, um einen Erfolg der Verhandlungen nicht zu gefährden. Beck immerhin erklärt auf Anfrage, dass die Sportler bereit seien, das Konzept zu modifizieren. Wichtig sei den Hofbergers, so Beck, dass am Freudenberg keine Großveranstaltungen über die Bühne gehen und das Gelände so genutzt wird, wie es im Vertrag vorgesehen ist. Der Anwalt spricht von einem „Trainingsbetrieb für die Eishockeymannschaft“. Der ist allerdings nicht allein auf den Winter beschränkt. Vielmehr – so wurde das wiederholt im Gemeinderat bekräftig und findet sich so auch in den Unterlagen – ist ausdrücklich auch eine Nutzung im Sommer vorgesehen.

Eine solche hat auch der TSV im Blick. Das Konzept sieht eine Nutzung als Trendsportarena vor. Basketball, Slackline, Rollhockey, Zirkeltraining. Für die Jugend sei dies ebenso ein Gewinn wie für die Gemeinde als Tourismusort, hier speziell als Jugendreisedestination. Notwendig ist hierzu vor allem eine neue Asphaltdecke. Dagegen sei auch gar nichts einzuwenden, sagt Beck. Weniger angetan sind die Eigentümer aber von der Flutlichtanlage, die der Auskunft des Anwalts zufolge gar nicht genehmigt ist. Beim Gespräch mit Huber unter der Woche seien hier Verbesserung vereinbart worden. Das Stadion steht unmittelbar am Waldrand. Der nächste Nachbar diesseits des Forsts befindet sich 200 Meter entfernt.

Ein Stein des Anstoßes ist offenbar auch der im Konzept vorgesehene Kiosk, bei dem es Getränke und Snacks geben soll. Sollte dies eine gewerbliche Nutzung darstellen, würde das mit dem Erbbaurechtsvertrag kollidieren, argumentiert die Eigentümerseite.

Bis die Umgestaltung des Eisstadions zur Natursportarena Wirklichkeit werden kann, sind wohl noch ein paar Hürden aus dem Weg zu räumen. Weitere Gespräche sind angekündigt. Bekanntlich soll die Finanzierung des knapp 59 000 Euro teuren Projekts zur Hälfte aus dem europäischen Leader-Topf gestemmt werden. Der hierfür zuständige Lenkungsausschuss des Vereins Kreisentwicklung Miesbacher Land hat das Projekt bereits zur Förderung freigegeben. Als nächstes würde die Abgabe des Förderantrags anstehen.

Mit dem Thema befasst sich auch der Schlierseer Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 23. Mai (18.30 Uhr). Angekündigt ist ein Sachstandsbericht. Einen Zuschuss in Höhe von 7500 Euro für das Projekt hatte der Gemeinderat in seiner Februar-Sitzung beschlossen. Damals hieß es auch, alles sei geklärt. Die Eigentümerfamilie sieht dies offenbar anders. Beck spricht derweil davon, eine Lösung „im Sinne von Schliersee“ anzustreben.

Daniel Krehl

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