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Hatten einen tollen Tag: Die Teilnehmer des internationalen Lions-Jugendforums am Wassersportzentrum Ostufer in Schliersee. Ermöglicht hatten ihnen den Ausflug BLSV-Haus-Leiter Jan Flörcken (hinten 4.v.r.), Christoph Seidenfus vom Lions Club Miesbach-Holzkirchen (hinten 3.v.l.) und Gäste-Info-Leiter Mathias Schrön (hinten l.).

Pilotprojekt erfolgreich abgelaufen

Jugendreisen: „Ostufer“ will internationale Begegnungen ermöglichen

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Auswärtige mit einheimischen Jugendlichen zusammenzubringen: Das ist das Ziel der Jugendreise-Destination Schliersee. Der Startschuss ist jetzt erfolgt - am Ostufer.

Schliersee – In ein internationales Gewässer verwandelte sich der Schliersee an einem sonnigen Tag Ende Juli. 18 Jugendliche aus der ganzen Welt – von Armenien bis Portugal – stachen mit Kajaks vom Ostufer aus in See. Der Höhepunkt ihres Aufenthalts beim internationalen Lions-Jugendforum in den Räumen der IHK-Akademie in Westerham (Kreis Rosenheim), fand einer der begeisterten Teilnehmer: „Ein Riesenspaß und einer der schönsten Tage überhaupt.“

Eingefädelt hatte den Ausflug der Lions Club Miesbach-Holzkirchen um den Schlierseer Christoph Seidenfus. Der bemühte sein Netzwerk, um den Gästen aus aller Herren Länder schöne Stunden am Schliersee, Spitzingsee und im Markus Wasmeier Freilichtmuseum zu bescheren. Gemeinsam mit der Gemeinde, der Gäste-Information und dem Wassersport- und Teamevent-Zentrum Ostufer auf dem Gelände der früheren Surfschule habe man rund 1000 Euro für den für die Jugendlichen kostenlosen, aber erlebnisreichen Tag, aufgebracht, berichtet Seidenfus.

Ostufer-Betreiber Jan Flörcken hat der internationalen Delegation gerne seine Kajaks zur Verfügung gestellt. Denn für den Leiter des BLSV-Hauses Bergsee am Spitzingsee und Botschafter des Jugendreisenetzes war der Besuch mehr als „nur“ ein gutes Werk. Als „Pilotprojekt“ für eine ganze Reihe von Veranstaltungen im Rahmen der Zertifizierung Schliersees als Deutsche Jugendreise-Destination sieht Flörcken die Aktion.

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Wie berichtet, wurde die Marktgemeinde 2017 als einer von bundesweit nur zwei Orten mit dem Zertifikat ausgezeichnet. Seither bemühen sich Flörcken und seine Mitstreiter, darunter auch Gäste-Info-Leiter Mathias Schrön, die warmen Worte mit Leben zu füllen. Dass das nicht von heute auf morgen geht, war Flörcken von Anfang an klar. „In Schliersee dauert es immer ein bisschen länger, bis alle mitziehen“, sagt er schmunzelnd.

Jugendreisen: „Ostufer“ will internationale Begegnungen ermöglichen

Damit meint Flörcken zum einen die touristischen Leistungsträger. Geht es nach ihm, könnten sich noch mehr auf junge Reisende spezialisierte Betriebe wie Gruppenhäuser, Campingplätze oder auch Freizeitanbieter in den Jugendreise-Destinationszug einklinken. Doch auch den einheimischen Nachwuchs will Flörcken aktivieren und einbeziehen. Seit den Sommerferien finden regelmäßig Kurse unter dem Motto „Zeig deine Heimat“ am Ostufer statt. Beim gemeinsamen Kajakfahren oder Floßbauen können Schlierseer Jugendliche kostenlos Spaß haben und Freundschaften zu den ausländischen Gästen – meist Sprachschüler – knüpfen und ihnen so ganz natürlich und ungekünstelt ihre Heimat näherbringen.

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Die Angebote gehen auch nach den Ferien weiter, betont Flörcken. „Wir wollen auch Münchner Jugendliche dafür begeistern“, sagt er. Hier fällt zwar der internationale Austausch weg, dafür aber hofft der Jugendreise-Experte auf einen anderen Mehrwert: ein Heranführen an Freizeitaktivitäten im Einklang mit der Natur. Ob Anreise mit Bus und Bahn oder Wandern und Radeln nur auf ausgeschilderten Wegen: Botschaften wie diese will Flörcken seinen jungen Gästen mit auf den Weg geben.

Sein Leitspruch: „analoges Erleben und digitales Kommunizieren.“ Letzteres bedeutet beispielsweise, dass die Jugendlichen Fotos oder kleine Filme ihrer – eben naturverträglichen – Unternehmungen in den sozialen Netzwerken verbreiten und somit indirekt Werbung machen für ein Ziel, das der gesamten Region nutzen kann: sanfter Tourismus.

Gerade weil die Reise zum Erfolg der Jugendreise-Destination in Schliersee Zeit braucht, hofft Flörcken schon jetzt auf eine Fortführung des auf fünf Jahre angelegten Projekts. „ So etwas ist keine kurzfristige Sache.“

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