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Sehr gut gefüllt war am Samstag der Festsaal des Bauertheaters bei der Jubiläumsfeier des Schlierseer Fischereivereins.

Fischereiverein Schliersee

Die Kämpfe haben sich gelohnt

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Schliersee – Etliche Kämpfe musste der Fischereiverein Schliersee in den vergangenen Jahrzehnten ausfechten. Es hat sich gelohnt. Der Verein steht kerngesund da und hat mittlerweile 300 Mitglieder – die am Samstag im Bauerntheater das 50-jährige Bestehen im Rahmen eines großen Festabends feierten.

Eine Besonderheit des Fischereivereins ist der geringe Verschleiß an Führungspersonal. Alfons Schöberl war nach der Gründung 30 Jahre im Amt. Auf 20 Jahre an der Vereinsspitze brachte es Helmut Kager. Zu Beginn dieses Jahres übernahm Carolin Schmid den Vorsitz. „Mitglieder haben mich angesprochen, ob ich kandidieren will“, sagt Schmid. „Ich selbst wäre gar nicht auf die Idee gekommen.“ Schließlich sei sie noch nicht allzu lange dabei und habe erst 2010 den Fischereischein erworben. Da sich Schmid aber mit großer Leidenschaft für den Verein engagiert, war die Kandidatur doch naheliegend.

In ihrer Festrede blickte sie auf die vergangenen 50 Jahre zurück. Alles begann 1967 im Schnapperwirt in Fischhausen. 13 Mitglieder riefen dort den Verein ins Leben. Bis zum Jahresende erhöhte sich die Mitgliederzahl auf 30. Die Hauptaufgabe war zunächst, attraktive Gewässer anzupachten. „Das war damals nicht leicht“, sagt Schmid. Naheliegend war, dass sich die Schlierseer zunächst auf ihren See konzentrierten. 1971 war es geschafft: Gemeinsam mit dem Bezirksfischereiverein Miesbach-Tegernsee pachteten sie den Schliersee. Das Hauptproblem sei in dieser Zeit die schlechte Wasserqualität gewesen, berichtet Schmid. Viele Fische wurden eingesetzt, nur wenige überlebten. Besser wurde es erst Ende 1982, als eine Belüftungsanlage eingebaut wurde. Seit dieser Zeit gedeihen wieder die Seeforellen und Seesaiblinge.

Zum 50-jährigen Bestehen gratulierte der Vorsitzenden Carolin Schmid unter anderem Präsident Franz Geiger vom Fischereiverband Oberbayern.

1985 bewarben sich die Schlierseer gemeinsam mit den Miesbachern um das Fischereirecht am Spitzingsee. Es vergingen drei Jahre, bis die beiden Vereine den Zuschlag bekamen. Gescheitert ist dagegen der Versuch, den Tegernsee anzupachten. Die Schlierseer, Miesbacher, Tegernseer und Parsberger schlossen sich Ende der 1980er-Jahre zur Angelfischer-Vereinigung im Landkreis Miesbach zusammen, um dieses Ziel zu erreichen – vergeblich. „Die Behörden haben sich dagegen gestellt“, sagt Schmid. „Mit allen Mitteln ist versucht worden, den Fischereiverein von der Mitpacht auszuschließen.“ Die Berufsfischer sollten das Vorrecht haben.

Ein großes Ringen gab es auch 1990 um den Schliersee. „Da haben sich die Berufsfischer ziemlich dagegen gestellt“, sagt Schmid. Trotzdem bekamen die Schlierseer seither immer wieder den Zuschlag. Neben den beiden Seen haben die Schlierseer bei Neuhaus auch den Hachelbach und die Aurach gepachtet.

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