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Mehr Platz für Outdoor-Ware: Martin Dargatz und sein Unternehmen Smartino sind auf Wachstumskurs.

Nächste Erweiterung fällig

Kaum da, schon zu klein: Smartino will größer werden

Es läuft gut bei dem Outdoor-Händler Samrtino. Chef Martin Dargatz will deshalb erweitern, obwohl er eh erst vor nicht allzu langer Zeit ins Neuhauser Gewerbegebiet gezogen ist.

Schliersee – Reine Gewerbegebiete sind selten in Schliersee. Das am Breitenbach wird zum Teil in Wohnbebauung umgewandelt, eine neue Fläche für Sixtus am Ostufer wollten die Bürger nicht, und an der Ortererstraße gibt es noch ein unauffälliges Gewerbegebiet. Mehr ins Auge sticht da schon die Destillerie Slyrs mit ihrem neuen Nachbar, der Genussschmelzerei Essendorfer – beides Unternehmen auf Wachstumskurs. Und es gibt noch das Gewerbegebiet am Bahnhof in Neuhaus. Dort ist vor gut einem Jahr ein Einzelhändler eingezogen, der sich ebenfalls auf Wachstumskurs befindet: Smartino. Der war zuvor zufällig im heutigen Essendorfer-Gebäude ansässig. Jetzt ist die nächste Erweiterung fällig.

Outdoor-Sport boomt. Und Online-Handel sowieso. Beide Umstände sind es wohl, die für den Erfolg von Smartino verantwortlich sind. Das von Martin Dargatz vor zwölf Jahren gegründete Unternehmen verkauft Bergsport- und Outdoor-Ware namhafter Marken – vor allem übers Internet. Der stationäre Handel helfe aber enorm. „Die Leute schauen sich die Sachen mit dem Smartphone vorab an und wollen sie dann anprobieren“, sagt Dargatz. Am besten dort, wo man Schuhe, Jacke & Co. braucht: in den Bergen. „Wir wollten und wollen in Schliersee bleiben“, bekräftigt Dargatz. Nach dem Umzug, bei dem die Belegschaft um sechs Mitarbeiter auf rund 25 stieg, soll die notwendige Erweiterung deshalb an Ort und Stelle erfolgen.

Der Handel braucht mehr Lagerfläche. Denn in Zeiten, da Amazon & Co. über Nacht liefern und noch kürzere Fristen anstreben, dürfe man den Käufer nicht warten lassen, sagt Dargatz. Es bedarf also an Vorrat. Den will Smartino in einem unterirdischen Anbau unterbringen, 14,5 mal 17 Meter groß, in etwa so viel wie die Grundfläche des Hauptgebäudes, nämlich 250 Quadratmeter. Der Schlierseer Bauausschuss hat die Pläne einstimmig befürwortet, auch den bereits gebauten Lichthof, der dann als Notausstieg von den Kellerräumen aus dienen soll.

Warum Sport in der Natur so boomt? Dargatz vermutet Folgendes: „Immer mehr Menschen wohnen und arbeiten in der Stadt und suchen den Weg in die andere Richtung: Richtung Natur.“ Und wer den Weg in die Berge südlich von Schliersee wählt, kommt sowieso in Neuhaus vorbei.

dak

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