Die Bagger haben losgelegt: Die Arbeiten für den Anbau an das Schlierseer Heimatmuseum haben begonnen. Hier soll der neue zweigruppige Kindergarten Platz finden. foto: thomas plettenberg

Baubeginn

Kindergarten Schliersee: Baubeginn mit Plan B

Der Anbau an das Heimatmuseum Schliersee hat begonnen. Ob er rechtzeitig zum neuen Kindergartenjahr fertig wird, steht in den Sternen. Der Plan B lautet ausgerechnet: altes Schulhaus.

Schliersee – Es wird knapp. Sehr knapp. Das war schon klar, als der Gemeinderat Schliersee im Herbst vergangenen Jahres beschloss, den dringend benötigten Kindergarten im Anbau an das Heimatmuseum unterzubringen. Schon damals hatte der beauftragte Architekt Johannes Wegmann gemahnt, sich frühzeitig einen Plan B zurechtzulegen, falls der Neubau nicht rechtzeitig bezugsfertig wird. 

Nun hat der Bau begonnen, und tatsächlich sorgt die Gemeinde vor für den gar nicht unwahrscheinlichen Fall, dass der Neubau nicht rechtzeitig fertig wird. Für eine Übergangszeit sollen die neuen Kindergartengruppen dann im alten Schulhaus gleich nebenan untergebracht werden, wie Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) mitteilt.

Ausgerechnet das alte Schulhaus. Das hatten viele Schlierseer ohnehin als das geeignete Domizil für einen neuen Kindergarten gesehen (wir berichteten). Die Auseinandersetzung über die Zukunft des Gebäudes – oder oder Abriss nach Fertigstellung der Heimatmuseums-Erweiterung – hält an. Nun wird es womöglich für ein paar Monate für die Kinderbetreuung gebraucht. Dies war zuletzt vor sechs Jahren der Fall. Damals zogen die letzten beiden Grundschulklassen nach Neuhaus um. In Frage kommt aus Brandschutzgründen ohnehin nur die Nutzung des Erdgeschosses. Alles weitere eruiert nun die Verwaltung. Details gibt es noch nicht. Schnitzenbaumer: „Das ist alles noch sehr frisch.“

Zwei unter einem Dach: Das Heimatmuseum (rechter Teil) bekommt einen Anbau, der im Inneren einige Meter Abstand zum historischen Gebäude lässt.

Gute Nachrichten gibt es derweil in Sachen Personal. Angaben des Bürgermeisters zufolge ist die Suche erfolgreich verlaufen. Die Stellen sind besetzt. In Zeiten des Erziehermangels auch nicht selbstverständlich.

Im Haushaltsentwurf für das laufende Jahr sind für den Anbau mit zweigruppigem Kindergarten 2,36 Millionen als Hochbaumaßnahme vorgesehen. Laut Schnitzenbaumer blieben die Ausschreibungsergebnisse innerhalb der Kostenberechnung. Diese belief sich mit allem drum und dran (Ausstattung)auf 3,1 Millionen Euro.

Daniel Krehl

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