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Kindergarten-Baustelle neben dem Heimatmuseum: Das Schlimmste ist vorbei, sagt der Architekt.

Und alles wird ein bisschen teurer

Kindergartenbau: Heimatmuseum geschlossen - Container muss her

Der Streit zwischen Kindergarten-Architekt und Heimatmuseum geht in die nächste Runde. Derweil hat man für die heimatlosen Kinder eine Notlösung gefunden. Und dann ist da noch die Turnhalle.

Schliersee –  Für die Kindergartengruppe, die im September in Schliersee startet, zeichnet sich eine Lösung des Raumproblems ab. Es wird ein Container aufgestellt. Zwei Standorte kommen in Frage: Entweder auf dem Kindergartengelände selbst oder auf dem benachbarten Grundstück. Gespräche mit dem Eigentümer laufen. Letztere Lösung hätte den Charme, dass der Container so nah am bestehenden Kindergarten stehen würde, dass die Kleinen trockenen Fußes in den Turnraum oder zu den Toiletten gelangen könnten. Der Container wird nämlich ein reiner Gruppenraum, die Kinder nutzen die Funktionsräume im Hauptgebäude. Möglich ist laut Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) auch eine Lösung auf dem Kindergartengrundstück selbst. Dadurch würde aber die Freifläche schrumpfen.

Eine Verwendung des Turnraums für die neue Gruppe – wie zwischenzeitlich vorgeschlagen – scheidet aus, weil dann der nebenan gelegene Schlafraum der Krippe nicht mehr als solcher nutzbar gewesen wäre. So teilte es Schnitzenbaumer jetzt im Gemeinderat mit.

Unterdessen ist auch klar, wann die Sanierung der alten Turnhalle beginnen soll. Im Gemeinderat sprach Architekt Johannes Wegmann von der dritten Juli-Woche. Bekanntlich wird die Halle auch als Mehrzweckraum für den neuen Kindergarten genutzt. Klappt alles nach Plan, sind die Bauarbeiten Mitte September abgeschlossen. Allerdings: „Es gibt Dinge, die kann man nicht beeinflussen“, so Wegmann. Bis nächste Woche sollen die letzten Angebote eingeholt sein. Anders als ursprünglich geplant, werden nun vorbereitend Leitungen auf die Galerie verlegt. Dort können zu einem späteren Zeitpunkt einmal Duschen nachgerüstet werden. Aktuell befinden sich diese im Untergeschoss der alten Schule.

Einen Sachstandsbericht gab es im Gemeinderat auch zum Bau des neuen Kindergartens am Heimatmuseum. Eine im Mai verlorene Woche habe man wieder hereinarbeiten können, so Wegmann. 42 Prozent der Aufträge seien vergeben. Allerdings macht sich auch bei diesem Bauvorhaben bemerkbar, dass die Wirtschaft brummt. „Die Firmen sind ausgelastet“, sagte der Architekt. Das mache sich auch bei den Preisen bemerkbar. Noch liege man allerdings mit einer Kostensteigerung von 0,8 Prozent im Rahmen. „Wir liegen ganz gut.“ Die Kostenberechnung für den Anbau ans Heimatmuseum belief sich auf 3,1 Millionen Euro – alles inklusive, also auch die Räume für Vereine und Archiv.

Diese Woche will Wegmann soweit sein, dass der Heimatmuseumsverein die Einrichtung guten Gewissens wieder für Besucher öffnen könne. Wie berichtet, hatte der Verein das Museum wegen der Bauarbeiten – neben dem Anbau auch in der Lautererstraße (Kanal) – geschlossen. Teils geschah dies aus Sicherheitsbedenken, zu denen es nach Ansicht von Wegmann aber keinen Anlass gab. „Wir sind keine Hasardeure, die warten, bis ein Haus zusammenbricht“, sagte der Architekt in Richtung von Gemeinderat Michael Dürr, der in seinem Blog eben jenen Eindruck erweckt hat.

Die Bereitschaft von Günther Maier, das Museum zeitnah wieder zu öffnen, hält sich derweil in Grenzen. „Ich will schriftlich haben, dass ich aus der Verantwortung bin“, sagt der Vorsitzende des Museumsvereins. Er fürchtet lautstarke Reaktionen von Besuchern, wenn „da irgendwas runterbröselt“.

Fertig soll der Anbau mit Kindergarten bekanntlich im März sein.

dak

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