Gratulation und Dank für einen fairen Wahlkampf: Amtsinhaber und Sieger Franz Schnitzenbaumer (l.) mit Herausforderer Gerhard Waas von den Grünen. Foto: gj

Bürgermeisterwahl in Schliersee

Schnitzenbaumer im Amt bestätigt

Eine Stichwahl war nicht ausgeschlossen in Schliersee. Doch Amtsinhaber Franz Schnitzenbaumer (CSU) hat‘s im ersten Anlauf gepackt. Es folgten Gerhard Waas, und - etwas abgeschlagen - Michael Dürr.

Schliersee – Der erste Bürgermeister, den Schliersee am Sonntagabend bekam, hieß: Johannes Lohwasser. Der Überraschungssieger in Fischbachau ist in Schliersee aufgewachsen, und die Nachricht von seinem Erfolg löste bei den rund 20 Anwesenden im Schlierseer Rathaus große Freude aus. Ein paar Minuten später klatschen die Gäste rhythmisch Applaus – als Wahlleiterin Johanna Wunderle das Ergebnis verkündete: Franz Schnitzenbaumer (CSU) bleibt Bürgermeister.

55,55 Prozent erhielt der Amtsinhaber im ersten Wahlgang. Der zweite Gratulant nach Wunderle: Konkurrent Gerhard Waas von den Grünen, der 27,30 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Der Dritte im Kandidaten-Bunde, Michael Dürr (PWG), war nicht ins Rathaus gekommen. Während der Auszählung war die Tür zum Bürgermeisterzimmer im Erdgeschoss symbolträchtig offen gestanden. Sie schloss sich hinter dem alten und neuen Bürgermeister, der damit seine zweite Wiederwahl feierte.

Gerhard Waas mit Ergebnis zufrieden

Etwas mehr als 50 Prozent ist für einen Amtsinhaber vielleicht nicht das brillanteste Ergebnis. Das weiß auch Schnitzenbaumer: „Aber ich freue mich richtig, dass ich das Vertrauen der Wähler bekommen habe.“ Dem 57-Jährigen war die Erleichterung bei der Bekanntgabe seiner Wiederwahl ebenso anzusehen wie zuvor eine leichte Anspannung. Zwar waren sich er und Waas einige darüber, dass Dürr auf dem dritten und letzten Platz landen würde, eine Stichwahl hielten aber beide für durchaus möglich.

Waas sagte: „Knapp 30 Prozent für einen Grünen – ich bin zufrieden.“ Der Förster bekräftigte, weiterhin engagiert im Gemeinderat mit- und vernünftig zusammenarbeiten zu wollen und lobte die Fairness, die den Wahlkampf mit Schnitzenbaumer ausgezeichnet habe. Der gab das Kompliment umgehend zurück. Der Applaus für sein Ergebnis war bei der Verkündung fast ebenso laut wie der für Schnitzenbaumer.

Michael Dürr verliert 15 Prozentpunkte

Außen vor blieb bei all dem Michael Dürr. Er war gestern weder ins Rathaus gekommen noch für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Enttäuschung wegen? Sein Ergebnis von 17,15 Prozent ist jedenfalls ein herber Einbruch. Der 57-Jährige war vor sieben Jahren als Politneuling gegen Schnitzenbaumer angetreten und hatte damals 32,38 Prozent geholt, also 15 Prozentpunkte mehr als jetzt. Freilich: Der damalige Dritte, Uwe Schupp, konnte überhaupt nicht punkten (5,6 Prozent). In den sechs Jahren seiner Gemeinderatsarbeit hat er die Schlierseer Wähler offenbar aber nicht überzeugen können.

Die Wahlbeteiligung in Schliersee lag übrigens bei 59,19 Prozent.

Alles Ergebnisse aus dem Landkreis findenSie in unserem Live-Ticker zum Nachlesen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Coronavirus im Landkreis Miesbach: 95-Jähriger erliegt Covid-19
Die Corona-Pandemie hat den Landkreis Miesbach bayernweit anfangs mit am stärksten getroffen. Alle News hier im Ticker.
Coronavirus im Landkreis Miesbach: 95-Jähriger erliegt Covid-19
Altenpflegeschulen Miesbach und Corona: „Unsere Schüler haben keine Angst“
Altenpflegeschulen Miesbach: Schulleiter Alexander Ohly erklärt, wie er die Schüler vor Corona schützt - obwohl einige in Einrichtungen mit bestätigten Fällen arbeiten.
Altenpflegeschulen Miesbach und Corona: „Unsere Schüler haben keine Angst“
„Denkzettel“ vom Richter: Kurzarrest nach Seefest-Schlägerei in Schliersee
Eine wilde Prügelei nach dem Seefest in Schliersee vergangenes Jahr hatte nun für zwei 18-jährige Haushamer ein Nachspiel vor Gericht. Dort gab es einen „klaren …
„Denkzettel“ vom Richter: Kurzarrest nach Seefest-Schlägerei in Schliersee
Miesbach freut sich auf Antn und Hendl to go
Schupfen- und Volksfest sind abgesagt. Doch Antn- und Hendl-Fans kommen heuer trotzdem auf ihre Kosten. Und in den Pfingstferien gibt ein anderes Schmankerl.
Miesbach freut sich auf Antn und Hendl to go

Kommentare