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Der Amtsinhaber und das CSU-Team: Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (vor ne M.) ist nun offiziell Kandidat des CSU-Ortsverbands. Auch die Liste für die Gemeinderatswahl steht. 

Vertrauen in den Amtsinhaber

Anlauf nehmen für die dritte Amtszeit

Schliersee – Die Schlierseer CSU setzt auf Bewährtes. Bei der Nominierungsversammlung zur Kommunalwahl nächsten März schickte der Ortsverband letztlich einstimmig (eine Enthaltung) Franz Schnitzenbaumer (56) ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus. Es wäre seine dritte Amtszeit. Durchsetzen muss sich der Amtsinhaber gegen die designierten Konkurrenten Gerhard Waas (Grüne) und Michael Dürr (PWG). Beide sind noch nicht offiziell nominiert.

Mit Dürr hatte Schnitzenbaumer schon beim Bürgermeisterwahlkampf vor sieben Jahren die Klingen gekreuzt und nachdem der Freie Wähler in den Gemeinderat eingezogen war, einige Sträuße ausgefochten. Zuletzt war es in den Sitzungen etwas ruhiger zugegangen. Im Wahlkampf, Dürr hat mit dem Nahversorgungs-Projekt in Neuhaus schon eine Duftmarke gesetzt, dürfte es wieder etwa harscher zugehen.

Bei der Nominierungsversammlung im Schlierseer Hof ging es erwartungsgemäß harmonisch zu. Neben Schnitzenbaumer wurden auch die Kandidaten für den Gemeinderat nominiert. Der Vorstand hatte eine Liste zusammengestellt, die die Versammlung auch ohne Änderungen annahm. Nicht mehr zu Verfügung stehen die Zweite Bürgermeisterin Johanna Wunderle und Gerhard Krogoll. Beide haben vier Amtsperioden hinter sich, letzterer kam allerdings als Nachrücker ins aktuelle Gremium. Die anderen fünf Mandatsträger treten wieder an. Überraschend allenfalls der sehr aussichtsreiche Listenplatz vier, den der Zweite Ortsvorsitzende Wolfgang Mundel einnimmt. „Ein hoch motiviertes Team, das mit hoher Kompetenz ein breites Spektrum der Interessen der Schlierseer Bürgerschaft widerspiegelt“, findet Schriftführer Florian Zeindl. Allerdings finden sich im Kreis der 20 Bewerber nur fünf Frauen.

In den sieben Jahren von Schnitzenbaumers aktueller Amtszeit – die Verlängerung ergibt sich aus dem Umstand, dass Bürgermeister- und Gemeinderatswahl harmonisiert werden – stand das Thema Schuldenabbau an vorderster Stelle. Wegen der guten Wirtschaftslage musste Schliersee noch nicht einmal für den Anbau ans Heimatmuseum für den Kindergarten neue Schulden aufnehmen. Mit dem Turnhallenbau wird sich das ändern.

Bei seiner Bewerbungsrede blickte Schnitzenbaumer auf die Jahre seiner Amtszeit seit 2006 zurück, verglich, wie Schliersee damals dastand und wie heute. Als zentrale Herausforderungen der nächsten Jahre identifizierte der Amtsinhaber unter anderem die Situation auf dem Wohnungsmarkt. Vor ein paar Jahren habe auch in Schliersee der Bauboom eingesetzt. Die Antwort könne eigentlich nur kommunaler Wohnungsbau sein, so Schnitzenbaumer. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, fragte er.

Alle Namen und Nachrichten zur Kommunalwahl im Landkreis finden Sie hier in der Übersicht.

Eine weitere Aufgabe neben der Entwicklung der Ortsmitte werde sein, irgendwie des Verkehrs Herr zu werden. Wie berichtet, hat der Gemeinderat zuletzt beschlossen, ein Fachbüro mit der Suche nach Lösungen zu beauftragen.

Die Kandidaten:

1. Franz Schnitzenbaumer, 2. Florian Zeindl, 3. Astrid Leitner, 4. Wolfgang Mundel, 5. Pius Kieninger, 6. Jürgen Höltschl, 7. Leonhard Markhauser, 8. Anton Stettner, 9. Claudia Koller, 10. Florian Reinthaler, 11. Gabi Murrisch, 12. Anton Kölbl, 13. Martin Lorenz, 14. Bernhard Findeiss,15. Bianca Bungert, 16. Andreas Thaler, 17. Matthias Lang, 18. Ralf Poeplau, 19. Marc Göhler, 20. Sabine Gottstein. Nachrücker: Michael Lammel.

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