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Oft geht vieles schief beim Schlüsseldienst.

Damit Sie nicht zuviel bezahlen

Kostenfalle Schlüsseldienst: So handeln Sie richtig

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Das passiert jedem mal, aber zu selten, um einen Plan zu haben. Deshalb hier unsere bei der Verbraucherzentrale erfragten Tipps, wie sie beim Schlüsseldienst nicht abgezockt werden.

Wer sich ausgesperrt hat, hat meist nicht den Nerv, stundenlang nach einem passenden Schlüsseldienst zu suchen. Dennoch lohnt es sich, nicht den erstbesten Anbieter zu buchen, empfiehlt die Verbraucherzentrale Bayern: „Einige unseriöse Firmen nutzen die besondere Zwangslage ihrer Kunden aus und stellen weit überhöhte Rechnungen.“ Auf ihrer Internetseite hat die Verbraucherzentrale Tipps zusammengefasst, wie sich die Abzockfalle, die jüngst einen Schlierseer ganz übel erwischt hat, umgehen lässt. Hier das Wichtigste in Kürze:

  • Ortsansässige Firmen buchen: Gleich beim ersten Anruf erfragen, wie lange die Anfahrt des Monteurs ausfallen wird. Hat man einen Notdienst unter der örtlichen Telefonvorwahl erreicht, braucht man auch nur die Kosten für die An- und Abfahrt innerhalb der Ortsgrenzen bezahlen.
  • Nichts ungeprüft unterschreiben: Nicht vereinbarte oder gewünschte Passagen aus dem Auftragsformular streichen.
  • Nur das Öffnen der Tür beauftragen: Eine Auswechslung des ganzen Schlosses ist in den meisten Fällen nicht notwendig.
  • Einen Festpreis vereinbaren: Vor der Auftragsvergabe den verbindlichen Komplettpreis für die Türöffnung erfragen und – am besten unter Zeugen – festlegen. Ist dies nicht passiert, kann die Preisempfehlung des Bundesverbands Metall herangezogen werden. Demnach kosten einfach Türöffnungen mit einer Arbeitszeit von maximal 15 Minuten zwischen 75 und 100 Euro
  • zuzüglich Fahrtkostenpauschalen von 36 Euro und gegebenenfalls Zuschläge für Einsätze außerhalb der gewöhnlichen Geschäftszeit.
  • Nur bei korrekter Rechnung zahlen: Eine Bearbeitungsgebühr bei späterer Zahlung ist unzulässig, genauso wie ominöse „Sofort-, Bereitstellungs- oder Spezialwerkzeugzuschläge“. Sollte der Handwerker den Kunden unter Druck setzen, die Rechnung bar zu bezahlen, kann dieser wegen Nötigung die Polizei rufen. Hat der Kunde den Verdacht, einem unseriösen Notdienst zum Opfer gefallen sein, lohnt sich auch nach der Zahlung der Gang zur Polizei. Diese kann prüfen, ob es sich um eine Straftat handelt, rät die Verbraucherzentrale.  

sg

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