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Ein gesundes Leben führen: Das ist Nicis großes Ziel.

Nach der dramatischen Behandlung in den USA

Krebskranker Nici aus Schliersee: So geht's ihm heute

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Schliersee - Was dieser Bursche hinter sich hat, gleicht einem Marathon: Nici Kutter aus Schliersee kämpft seit Jahren gegen den Krebs - und ist seinem großen Ziel nun sehr nahe: einfach leben.

Wie viele andere Familien zusammen Weihnachten feiern - ohne Leid, ohne diese schreckliche Krankheit namens Krebs. Heuer ist das den Kutters aus Schliersee vergönnt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren. 

Skiausflug nach Südtirol: Nici (links) mit Papa Roberto (r.) und seinen Brüdern Antonio (hinten) und Leonardo. 

Sohn Nicolas (16), genannt Nici, hat eine besonders aggressive Form der Leukämie, musste schon einige Rückfälle erleiden. In diesem Sommer unterzog er sich in Seattle über Monate einer speziellen Behandlung, hatte schlimme Nebenwirkungen und kehrte schließlich wieder an den Schliersee zurück - endlich ohne Krebszellen im Blut. Möglich war die Therapie und vor allem der kostspielige Klinikaufenthalt in den USA nur durch eine beispiellose Spendenaktion, bei der innerhalb kürzester Zeit über 440.000 Euro zusammenkamen.

Seit Juni ist Nici Kutter nun wieder zu Hause am Schliersee. Passiert ist seitdem viel. Sein Vorhaben, trotz der vielen Krankenhausaufenthalte gleich in die 11. Klasse am Tegernseer Gymnasium übertreten zu können, hat Nici zwar nicht geschafft. Viel wichtiger aber ist das, was uns seine Mama Solveig berichtet: "Nicolas geht es sehr gut." Die bei der Therapie in seinem Körper angereicherten T-Zellen, die den Krebs bekämpfen sollen, tun nach wie vor ihren Dienst. "Es sind keine Krebszellen mehr nachweisbar."

Für Nicolas bedeutet das, dass er seit dem Sommer ein (fast) normales Teenager-Leben führt. In der Schule nimmt er am Tanzkurs teil, ist inzwischen Leiter der AG Catering, kümmert sich also bei Veranstaltungen um die Organisation von Essen und Getränken. Und er ist wahnsinnig fleißig. Neben der Schule gibt er Nachhilfe in Latein, seine Noten sind top.

Vor allem schätzt es Nici aber, dass er die Adventszeit einfach einmal genießen kann. "Die letzten Jahre war er an Weihnachten viel im Krankenhaus." Erst 2014 bekam er im November die niederschmetternde Diagnose: Der Krebs ist wieder da. Heuer sieht alles anders aus. Alle vier Wochen wird sein Blut nach Seattle zur Kontrolle geschickt. Bis jetzt ist abgesehen von den noch nicht normalen Blutwerten alles in Ordnung. Und auch die heftigen Nebenwirkungen der Therapie haben keine Spuren hinterlassen. Einen schlimmen Dämpfer hat Nici allerdings Anfang November erlebt. Da starb der kleine Henry aus Gmund, mit dem sich Nicolas viele Male ein Zimmer in einer Münchner Klinik geteilt hat. Und wieder war die Krankheit ganz nah.

Vermutlich wird sie das auch noch eine Weile bleiben. Denn ob Nici den Krebs endgültig besiegt hat, wird die Zeit erst zeigen. Fest steht, erzählt seine Mutter, dass er diesem Ziel schon ein gewaltiges Stück näher gekommen und eine beachtliche Zeit krebsfrei ist. "Er ist einfach sehr glücklich. Er wollte immer leben!"

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