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Da liegt das Problem: (v.l.) Rainer Gerk, Inhaber des gleichnamigen Geschenke- und Spirituosenladens, Monika Kurzmann, Friseurin bei Christines Haarstudio, und Florian Guggenbichler, Inhaber des Café Mesner, leiden unter der baustellenbedingten Sperrung der Lautererstraße in Schliersee. Bis Ende Juni müssen sie durchhalten.

„Fürs Geschäft ist das der Super-Gau“

Ladeninhaber leiden unter Sperrung der Lautererstraße

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Die Ladeninhaber der Lautererstraße in Schliersee sind unzufrieden: Die Baustelle vor ihren Türen nagt an ihrem Geschäft. Sie behelfen sich mit einem Transparent.

Schliersee – Es hat Seltenheitswert, dass Florian Guggenbichler unter der Woche nicht in der Backstube steht. Seit die Lautererstraße in Schliersee wegen Bauarbeiten gesperrt ist, kommt das häufiger vor. „Fürs Geschäft ist das der Super-Gau“, sagt Guggenbichler. Zumal er bereits die Aushilfen für den Sommer eingestellt habe. „Aber da müssen wir durch.“

Und das noch eine ganze Weile lang. Wie berichtet, werden die Arbeiten an Wasserleitung und Kanal und das Verlegen des neuen Pflasterbelags bis Ende Juni dauern. Begonnen haben sie am Montag vor einer Woche. Seitdem ist der Lautererstraße für Autos dicht. Sackgassen- und Umleitungsschilder weisen die Anlieger auf die Behinderung hin. Zusätzlich haben die Geschäftsleute an der Abzweigung von der Seestraße ein eigenes Transparent aufgestellt. „Zufahrt frei bis...“ ist darauf zu lesen, gefolgt von den Namen von vier Betrieben: Café Mesner, Christines Haarstudio, Geschenke & Spirituosen Gerk und Gasthof Hofhaus.

„Das haben wir in Eigeninitiative gemacht“, sagt Rainer Gerk. Die Einbußen durch die Sperrung seien in seinem Laden „ganz massiv“. So habe er einen Großteil seiner Sommerware bereits vor rund einem Jahr bestellt. „Da wussten wir noch nicht, dass die Baumaßnahme so lange dauert“, erklärt Gerk. Vor allem die Umleitungstafel stört ihn. Dies würde suggerieren, dass man von der anderen Seite der Lautererstraße bis zu seinem Geschäft fahren könne. Tatsächlich aber würde man auch dort vom Bauzaun gestoppt. „Das ist Quatsch“, schimpft Gerk. Von der Seestraße her sei die Zufahrt bis zu seinem Laden nämlich frei.

Deshalb habe man auf den Vorschlag der Geschäftsleute hin eine „100 Meter frei“-Tafel unter dem Sackgassenschild angebracht, entgegnet Geschäftsleiter Jörn Alkofer von der Gemeinde auf Nachfrage unserer Zeitung. Und es den Ladenbetreibern ermöglicht, ihr Werbetransparent anzubringen. Weitere Anregungen könnten die Anwohner jederzeit vorbringen. Zudem seien sie zu den Jour-Fixe-Treffen donnerstags auf der Baustelle eingeladen. Einen Mangel an Information kann Alkofer nicht erkennen. „Wir haben von Anfang an klar kommuniziert, dass es zu Beeinträchtigungen kommen wird.“

Und die fallen auch nicht überall gleich dramatisch aus. Bei Christines Haarstudio zum Beispiel läuft es aktuell noch ganz gut, berichtet Friseurin Monika Kurzmann. „Unsere Stammkunden machen Termine aus.“ Trotzdem gehe die Laufkundschaft ab. Der Effekt zeige sich wohl erst in drei bis vier Wochen. Auch beim Hofhaus läuft das Geschäft noch gut, die Terrasse ist voll. „Eine ganz normale Vorsaison“, sagt Inhaber Christian Wagner. Dennoch habe er sich gerne an den Kosten für das Transparent beteiligt. „Man hilft zusammen“, sagt Kurzmann.

Konditor Guggenbichler sehnt derweil die Eröffnung der neuen Lautererstraße herbei. „Das wird auf jeden Fall eine Aufwertung“, sagt er. Eines habe die Sperrung aber bereits jetzt gezeigt: Eine Verkehrsberuhigung in der Lautererstraße sei okay, ein dauerhaftes Aussperren der Autos aber nicht. Die Kunden wollten eben einfach bis vor die Tür fahren, eine Fußgängerzone könne hier nicht funktionieren, betont Guggenbichler. „Wir sind hier nicht in München.“

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