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Ein Paradies für Geflügel soll dieser Hof am Kirchbichl in Schliersee werden. 

Landwirt in Schliersee mit neuem Konzept

Am Mühlweg: Geflügelhof für 1000 Hühner, Laden und Café

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Schliersee - Ein Landwirt aus Schliersee probiert sich an einem neuen Konzept. Er errichtet einen Geflügelstall für 1000 Tiere. Die sollen dort in Freilandhaltung leben.

Der Milchpreis ist und bleibt im Sinkflug. Vor allem für kleinere landwirtschaftliche Betriebe ist das ein Problem. Wer seinen Hof erhalten möchte, muss umdenken. Neue Konzepte sind gefragt. Einen solchen Versuch startet nun ein Landwirt am Schlierseer Mühlweg. Er möchte anstelle eines alten Schuppens einen Gefügelstall für 1000 Tiere errichten. Diese sollen in Freilandhaltung leben dürfen. Die Eier will der Bauer in einem Hofladen in Direktvermarktung verkaufen. Außerhalb der Öffnungszeiten sollen sich die Kunden an einem Eierautomaten bedienen können.

„Ein zukunftsweisendes Konzept“, lautete der Tenor im Schlierseer Bauausschuss, der nun das gemeindliche Einvernehmen für das landwirtschaftlich privilegierte Vorhaben im Außenbereich erteilen musste. Neben dem 25 mal 21 Meter großen Stall mit Satteldach sind laut Bauamtsleiterin Birgit Kienast auch 4000 Quadratmeter Freifläche in Form einer Streuobstwiese für die Tiere geplant. Im 42 Quadratmeter großen Hofladen soll ein kleines Café Platz finden, und auch zwei fünf Meter hohe Silos möchte der Landwirt errichten.

Widerspruch im Gremium gab’s keinen – im Gegenteil

Aus Sicht der Gemeinde spreche nichts gegen die Pläne, betonte Kienast. Lediglich das Staatliche Bauamt Rosenheim habe sich gemeldet – weil die Zufahrt nicht nur über die Haushamer Geißstraße, sondern auch über die Gemeindeverbindungsstraße am Kirchbichl von der B 307 aus erfolgen soll. Deshalb ist es laut der Behörde erforderlich, die Einfahrt in die Bundesstraße so weit auszubauen, dass ein Begegnungsverkehr möglich wird.

Die Lage des Stalls sei dagegen bereits mit den Trägern öffentlicher Belange abgesprochen, teilte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) mit. „Daher sollten wir jetzt nun auch die Möglichkeit schaffen“, sagte er. Widerspruch im Gremium gab’s keinen – im Gegenteil. „Das ist ein Konzept, das perfekt zur Öko-Modellregion passt“, sagte Gerhard Waas (Grüne). Und in Zeiten niedriger Milchpreise eine gute Nische für einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb.  

sg

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