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Achtung, Lawinengefahr! Der nicht präparierte Bereich der Roßkopf-Abfahrt im Skigebiet Spitzingsee wurde bereits wegen abgehender Schneemassen gesperrt. Im Skigebiet selbst droht laut den Experten aber keine Gefahr.

Vorfall im Nachbarlandkreis wirft Fragen auf

Lawinenabgang am Brauneck: Wie sicher sind unsere Skigebiete?

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Nach dem Lawinenabgang auf eine Piste am Brauneck in Lenggries stellt sich die Frage: Kann so etwas auch in den Skigebieten im Landkreis Miesbach passieren? Wir haben bei den Experten nachgefragt.

Spitzingsee/Bayrischzell – Lawinenabgänge sind in diesem schneereichen Winter keine Seltenheit. Meist trifft es Gebiete weit abseits der präparierten Pisten. Dass man sich aber auch in ausgewiesenen Skigebieten nicht unbedingt in Sicherheit wiegen kann, zeigte nun ein Vorfall am Brauneck in Lenggries (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen): Dort ist diese Woche eine mächtige Gleitschneelawine abgegangen und hat Teile einer Piste verschüttet – Menschen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden. Zu denken gibt der Vorfall aber durchaus. Ist so ein Lawinenabgang theoretisch auch in den beiden großen Skigebieten des Landkreises möglich? Sehr unwahrscheinlich, sagen die Experten.

Die Pisten im Skigebiet Spitzingsee-Tegernsee seien sicher, sagt Walter Alkofer, Obmann der Lawinenkommission Schliersee. Schon von der Topografie her gebe es hier kaum Pistenbereiche, auf die von darüber liegenden Hängen Gleitschneelawinen herunterkommen könnten. Eine Ausnahme sei der Bereich bei der Unteren Firstalm. „Da haben wir natürlich ein Auge drauf“, versichert Alkofer. Im Fall des Falles werde der Pistenbetrieb dort rechtzeitig eingestellt.

Lesen Sie hier über einen tragischen Vorfall in der Schweiz: Lawinenabgang auf Skipiste: Lawine fordert Todesopfer

Alkofer erklärt die Tücken einer Gleitschneelawine, wie sie sich nun am Brauneck in Bewegung gesetzt hat. Die Schneemassen würden täglich ein paar Zentimeter talwärts gleiten, treffen sie dann auf nassen Untergrund, „geht’s blitzartig runter“. Wann es soweit ist, könne man nicht vorhersagen, erläutert Alkofer. Auch sprengen könne man eine solche Lawine nicht.

Entwarnung gibt’s unterdessen auch fürs Sudelfeld. Dass dort im gesicherten Pistenbereich eine Lawine abgeht, hält Ernst Wuttig, Obmann der Lawinenkommission Bayrischzell, für „nahezu ausgeschlossen“. Dies gelte allerdings nicht für den Variantenbereich abseits der präparierten Pisten. Hier könnten sich durch die außergewöhnliche Schneelage in diesem Jahr durchaus Schneemassen lösen.

Lawinenabgang am Taubenstein - Tourengeher suchen nach Verschütteten - Großeinsatz

gab

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