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Marcus Taubenberger (2.v.l.) ist neuer Bereitschaftsleiter der Bergwacht Schliersee. Er löst Günter Riedl (r.) ab. Unser Foto zeigt eine Fahrzeugweihe mit Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (2.v.r.) 

Marcus Taubenberger löst Günter Riedl ab

Das ist der neue Chef der Bergwacht Schliersee

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Wechsel in der Führungsspitze der Schlierseer Bergwacht: Günter Riedl hat sich nach 16 Jahren als Bereitschaftsleiter zurückgezogen. Sein Nachfolger ist der Fischbachauer Marcus Taubenberger (36).

Schliersee – Die Entscheidung, für das verantwortungsvolle Amt zu kandidieren, sei bereits vor geraumer Zeit gefallen, sagt Taubenberger. „Das hat sich schon im letzten halben Jahr herauskristallisiert.“ Riedl habe schon vor Längerem signalisiert, dass er sich für seine Bergwacht frischen Wind wünsche und nicht erneut für den Posten zur Verfügung stehe. „Und da ich ja seit vier Jahren stellvertretender Bereitschaftsleiter bin, hat sich das jetzt einfach angeboten“, sagt Taubenberger. Entsprechend stand auch kein weiterer Kandidat zur Verfügung. Was – wie bei anspruchsvollen Ehrenämtern üblich – wohl auch am enormen Aufwand liegt. „Die Leute haben schon Respekt vor solchen Ämtern.“

Dank seiner langjährigen Erfahrung – Taubenberger engagiert sich seit 20 Jahren als ehrenamtlicher Bergretter – weiß er auch genau, welche Aufgaben auf ihn zukommen. Was die Vereinbarkeit des Amtes mit seiner beruflichen Tätigkeit als Elektroingenieur anbelangt, bleibt Taubenberger gelassen. „Das sollte kein Problem sein.“

Um die 40 aktive Kameraden gibt es aktuell bei der Schlierseer Bergwacht. Hinzu kommt laut Taubenberger ein Stamm von rund 30 Ehrenamtlichen, die sich im Hintergrund um alles Wichtige kümmern. Dennoch, sagt der neue Bereitschaftsleiter, kämpfe die Bergwacht mit Nachwuchssorgen. „Wir haben zwar wieder drei oder vier neue Kameraden, auf Dauer reicht das aber nicht. Der Nachwuchsmangel ist da.“ Sein erklärtes Ziel ist deshalb, die Attraktivität für junge Leute zu erhöhen, um Engpässen bei der Bergrettung entgegenzuwirken. Taubenberger: „Wir wollen gewährleisten, dass auch in Zukunft Bergsteiger in Notsituationen sachgerecht gerettet werden können.“  ah

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