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Mega-Ansturm im Bereich Seeglas: Die Autos parken hier auf sämtlichen zur Verfügung stehenden Grünflächen.

Problem auch für Rettungskräfte

Mega-Ansturm auf Tegernsee und Schliersee: Parkende Autos sorgen für Ärger

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    Tamara Scheid
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Entlang der Hauptstraßen, auf Grünflächen und in Nebenstraßen rund um die Seen im Landkreis Miesbach standen am Wochenende Pkw. Oft ein Ärgernis für Anwohner und ein Problem für Rettungskräfte.

Landkreis – Bei Rekord-Temperaturen in der Luft und im Wasser war der Ansturm auf den Tegernsee und den Schliersee am Wochenende enorm. Doch mit den Badegästen rollten auch unzählige Autos in den Landkreis – und standen rund um die beliebtesten Badeorte nahezu überall. Viele Anwohner waren verärgert darüber, dass ihre Einfahrten zugeparkt wurden. Aber auch für Rettungskräfte könnten blockierte Wege im Notfall zum Problem führen.

In Rottach-Egern war laut Rathaus-Geschäftsleiter Gerhard Hofmann nicht so sehr der Bereich rund ums See- und Warmbad problematisch. Der Weißachdamm, die Zufahrt zur beliebten „Popperwiese“, machte schon eher Probleme. „Das Parken ist da nur einseitig erlaubt“, erklärt Hofmann. Um Begegnungsverkehr zu ermöglichen, habe die Gemeinde schon vor Längerem zwei Parkverbots-Bereiche eingerichtet. „Damit klappt’s eigentlich ganz gut“, so Hofmann. Allerdings gab’s ein paar Unvernünftige, die dennoch ihr Auto im Halteverbot abstellten. Die Polizei verteilte Strafzettel.

Die Ganghoferstraße direkt am See ist ein weiterer Hotspot. Derzeit ist das Parken wegen etlicher Baustellen in diesem Bereich aber nicht möglich. Was zur Folge hat, dass sich Autofahrer in den Seitenstraßen des noblen Wohnviertels ein Plätzchen für ihr Auto suchen. „Die Anlieger finden natürlich, das sei augenblicklich eine Vollkatastrophe“, berichtet der Geschäftsleiter. Ein Halteverbot bestehe dort aber offiziell nicht.

Rappelvoll war’s auch auf der Point in Tegernsee. Teilweise seien auch Rettungswege zugeparkt gewesen, berichtet Robert Ruttkowski, Verkehrssachbearbeiter bei der Polizei Bad Wiessee. „Die Autofahrer konnten aber ermittelt werden, sodass Abschleppen nicht nötig war.“

Von blockierten Rettungswegen weiß man auch in Schliersee. „Wir hatten keine Einsätze“, erzählt Feuerwehr-Kommandant Andreas Dietmannsberger. „Zum Glück.“ Denn hätte er mit seiner Mannschaft ausrücken müssen, hätte das vermutlich zu Schwierigkeiten geführt. Die Nebenstraßen in Fischhausen und auch die Straßenränger der B 307 am Schliersee seien zugeparkt gewesen. „Im Ernstfall wäre das schon ein Problem für uns, da durchzukommen“, sagt der Kommandant.

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Für die Gemeinde war am Wochenende zwar eine private Überwachungsfirma unterwegs und hat Strafzettel verteilt, „aber das interessiert keinen Menschen“, meint Dietmannsberger. Und auch Christine Neundlinger vom Schlierseer Ordnungsamt meint, dass die Knöllchen oft nicht die richtige Wirkung hätten. Seien Zufahrten versperrt, könnte es auch zum Abschleppen kommen, erklärt Neundlinger. Sie hat durchaus Verständnis für verärgerte Anwohner, deren Einfahrten blockiert werden. „Es ist schwierig, das wissen wir ja alle im Umkreis“, sagt Neundlinger.

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Einen Mega-Ansturm erlebte auch der Bereich um Seeglas in Gmund. Dort hat es sich offenbar eingebürgert, dass auf sämtlichen zur Verfügung stehenden Grünflächen geparkt wird, teils hinter Absperrungen. Und das, obwohl die Gemeinde die Schranken zur erweiterten Parkfläche für 50 Autos geöffnet hat. „Ein heikles Thema“, findet der Polizeibeamte Ruttkowski und betont, dass die Ordnungshüter hier ein Auge drauf hätten. Sprich: Wenn ein Rettungsweg blockiert ist, wird abgeschleppt.

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Am Wochenende war dies aber nicht der Fall. Dennoch: Um es erst gar nicht zu einem Knöllchen oder gar zum Abschleppen kommen zu lassen, rät Ruttkowski: „Familie und Badeutensilien vor Ort ausladen und dann, notfalls in geraumer Entfernung, einen geeigneten Parkplatz suchen und ein paar Meter gehen.“

gr/tas

Kürzlich kam es zu einer brutalen Auseinandersetzung zwischen einem Wanderer und einem Mountainbiker. Die Behörden hoffen nun auf Hinweise aus der Bevölkerung, um den Wanderer zu finden, der den Radfahrer erheblich verletzt hat.

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