Die Lösung: Mit großen Mülleimern, hergestellt vom Bauhof, möchte Schliersee das Müllproblem beheben.
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Die Lösung: Mit großen Mülleimern, hergestellt vom Bauhof, möchte Schliersee das Müllproblem beheben.

Zweisprachige Beschriftung

Mehr Abfall wegen Lockdown: Bauhof Schliersee baut größere Mülleimer für Kurpark

Das To-Go-Geschäft in der Gastronomie während des Lockdowns hat gezeigt: Die Mülleimer im Schlierseer Kurpark sind zu klein. Jetzt schafft der Bauhof Abhilfe.

Schliersee – Mit der Öffnung der Außengastronomie wird sich das Problem vermutlich schmälern, verschwinden wird es aber nicht: das Müllaufkommen im Schlierseer Kurpark ist enorm. Während des Lockdowns fiel deutlich mehr Abfall an als die Behälter dort fassen konnten. Selbst die vom Bauhof eigens verteilten Müllbeutel waren schnell voll, und der Unrat verteilte sich rund herum. Darauf reagiert die Gemeinde nun mit neuen, größeren Behältnissen.

Gemeindegärtner Reiner Pertl war im Hauptverwaltungsausschuss beauftragt worden, sich nach entsprechenden Exemplaren umzusehen. Einzige Vorgabe damals: Sich bitte kein Beispiel an Hausham nehmen. Nicht nur ein Gemeinderat hatte darauf hingewiesen. Das Modell in der Nachbargemeinde erschien den Schlierseern wohl zu bajuwarisch-rustikal und mit der Beschriftung „Abfoikiwe“ einer Tourismus-Destination von Weltgeltung wohl auch nicht angemessen.

Die Lage: So sieht es nach einer Nacht am Schlierseer Kurpark, hier beim Bootsverleih, aus.

Doch auch in Schliersee ist man handwerklich begabt, und so entwarf der gemeindliche Bauhof eine Konstruktion, die bereits im Kurpark zu bewundern ist und die nach und nach an den Abfall-Hotspots die zu kleinen grünen Eimer ersetzen soll. Die Metall-Holz-Konstruktion bietet Platz für einen großen Müllsack, zudem soll künftig nach Papier, Verpackung und Restmüll getrennt werden. Damit sich auch die weit gereisten Gäste zurecht finden, gibt es neben der deutschen auch eine englischsprachige Beschriftung.

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Weil der Bauhof die Behälter selbst herstellt, fallen für die Gemeinde nur die Materialkosten an. Wie Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) auf Anfrage erklärt, sind als Standorte bisher nur jene im und am Kurpark vorgesehen. „Vielleicht noch am Bahnhof.“  

dak

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