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Kein Herz für Tramper hat die Gemeinde Schliersee. Ein Mitfahrbankerl wie in Irschenberg wird es hier vorerst nicht geben.

"Wir haben eine funktionierende Nachbarschaftshilfe"

Mitfahrbankerl: Schliersee macht nicht mit

Schliersee – In Irschenberg ist dabei, Miesbach möchte auch, jetzt waren die Mifahrbankerl Thema im Schlierseer Gemeinderat. Doch die Mehrheit erkennt keinen Sinn in dem Projekt.

Michael Dürr hatte den Antrag gestellt, auch in Schliersee Mitfahrbankerl aufzustellen. Diverse geeignete Stellen kann sich der PWG- Gemeinderat vorstellen, wo diese stehen könnten. Am Netto etwa, an Rathaus, Waldfestplatz, St.-Elisabeth-Heim, Josefsthal und Spitzingsee. Die Idee ist einfach. Wer auf dem Bankerl sitzt und mit einem dort angebrachten Schild sein Fahrziel angibt, will mitgenommen werden. Trampen ohne Daumen quasi. Für Nicht-Motorisierte Menschen, insbesondere Senioren, sei das eine einfache und charmante Möglichkeit, an Mobilität zu gewinnen. Speziell das Thema Einkaufen hatte Dürr im Blick. Die Kosten seien überschaubar, eine Fehlinvestition nicht zu erwarten, selbst wenn das Angebot floppen würde. „Bänke kann man immer brauchen“, so Dürr.

Im Gremium erntete der Vorschlag geteiltes Echo. Florian Guggenbichler (Die Schlierseer) glaubte, das die praktische Umsetzung schwierig sein, Astrid Leitner (CSU) wies darauf hin, dass es in Schliersee eine „einwandfrei funktionierende Nachbarschaftshilfe“ gebe, und Uschi Bommer (Die Schlierseer) meinte: „Irschenberg ist nicht Schliersee.“ In der Marktgemeinde halten RVO-Busse und BOB, und Taxis gebe es auch.

Andere sahen in den Bankerln ein niederschwelliges Angebot, das auf einfache Weise – kein Internet, keine App – jene zusammenbringe, die eine Mitfahrgelegenheit benötigen, mit denen, die sie Anbieten können.

Doch wie bei so gut wie jedem Antrag, den Michael Dürr stellt, stimmten CSU und Die Schlierseer dagegen. Diesmal waren die Befürworter allerdings zu acht. Pius Kieninger (CSU) fand: „Wir sollten es probieren."

dak

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