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Vom Feuer zerstört ist das Haus an der Hennererstraße.

Bauausschuss prüft Erschließung an der Hennererstraße

Nach Brand: Eigentümer beantragt größeren Neubau

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Schliersee - Nicht mehr als eine Ruine ist von dem Bungalow an der Hennererstraße in Schliersee übrig geblieben. Jetzt hat der Bauausschuss über einen Ersatz des durch Brandstiftung zerstörten Gebäudes beraten.

Nicht mehr als eine Ruine ist von dem Bungalow an der Hennererstraße in Schliersee übrig geblieben. Dachstuhl, Fenster und Wände hat das Feuer, das ein 35-Jähriger Mitte Februar vorsätzlich gelegt hatte (wir berichteten), fast vollständig zerstört. Deshalb hatten die Eigentümer nun einen Antrag auf Vorbescheid für einen Ersatzneubau ins Schlierseer Rathaus geschickt. Eine selbst für langjährige Bauausschussmitglieder alles andere als einfache Situation.

So hatte keiner vor, den vom Brand gebeutelten Antragstellern den Neuanfang zu verwehren. Doch die Rechtslage ist kompliziert, wie Bauamtsleiterin Birgit Kienast erklärte. Das Problem: Das abgebrannte Haus ist ein eingeschossiger Bungalow, beantragt wurde aber ein zweigeschossiges Einfamilienhaus. Laut Gesetz sei nach einem Brand lediglich ein „gleichartiger Ersatzneubau an gleicher Stelle“ zulässig. Und das, obwohl die umliegenden Häuser alle zweigeschossig seien. Kienasts Fazit: „Saublöd.“ Architekt Heinz Blees sprach sogar von „städtebaulichem Unsinn“.

Um das Vorhaben dennoch zu ermöglichen, muss die Gemeinde laut Kienast eine Außenbereichssatzung erlassen. Ein heikles Unterfangen, da die Erschließung nicht gesichert ist. Zum einen bezieht die Siedlung ihr Trinkwasser aus privater Quelle, zum anderen liegt sie im Überschwemmungsgebiet – kurioserweise mit Ausnahme des betreffenden Grundstücks.

Kein unlösbares Problem, meinte Gerhard Waas (Grüne). Er plädierte dafür, die Siedlung an die gemeindliche Wasserversorgung anzuschließen. Die momentane Situation sei ohnehin nicht zufriedenstellend. So werde das Wasser wegen Choli-Bakterien bestrahlt, und in trockenen Sommern müsse die Feuerwehr aushelfen. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer (CSU) winkte ab. „Das wäre ein Kilometer Leitungsbau“, sagte er. Zudem stünde ja noch das Hochwasserproblem der Satzung im Weg.

Gerhard Weitl schlug dagegen vor, zuerst die anderen Anwohner zu befragen. „Vielleicht sind die mit einer Erschließung einverstanden.“ Zuvor gelte es, die Kosten zu ermitteln, fügte Robert Mödl (Die Schlierseer) hinzu. Bauamtsleiterin Kienast empfahl, den Antrag trotzdem parallel ans Landratsamt zu schicken. „Vielleicht machen die ja ausnahmsweise einen Spagat“, sagte sie. Zum Beispiel, weil ein zweigeschossiger Ersatzneubau als „gleichartig“ gilt. Darauf hoffte auch Zweite Bürgermeisterin Johanna Wunderle (CSU): „Einen Versuch ist’s wert.“

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