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Immer noch eine Ruine: Dieses Wohnhaus an der Hennererstraße in Schliersee ist im Februar 2016 abgebrannt.

Zweiter Anlauf für Neuanfang

Nach Brand: Wohnhaus soll wieder aufgebaut werden

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Fast eineinhalb Jahre ist es her, dass ein 35-Jähriger im Drogenrausch ein Wohnhaus in Schliersee angezündet hatte. Jetzt wurde ein Neubau beantragt - nicht zum ersten Mal.

Schliersee – Wäre es nach dem Schlierseer Bauausschuss gegangen, hätte das bei einem Brand im Februar 2016 zerstörte Wohnhaus an der Hennererstraße längst einem Neubau Platz gemacht. Keine zwei Monate nach dem Feuer, das ein damals 35-jähriger Bewohner im Drogenrausch gelegt hatte, erteilte das Gremium sein Einvernehmen für das Vorhaben der Eigentümer (wir berichteten). Doch das Landratsamt verweigerte die Genehmigung, wie Bauamtsleiterin Birgit Kienast nun im Ausschuss berichtete.

Schon damals hatte Kienast darauf hingewiesen, dass es schwierig werden könnte mit dem Neubau. Das Grundstück liege im Außenbereich, damit sei nur ein Wiederaufbau im Umfang des Altbestands möglich. Weil das abgebrannte Haus einstöckig war, die Antragsteller aber ein zweigeschossiges Gebäude errichten wollten, könne das Landratsamt seine Zustimmung verweigern. Und das, obwohl die benachbarten Häuser eine ähnliche Bebauungsdichte und Wandhöhe aufweisen würden. Kienast sollte Recht behalten mit ihrer Vermutung.

Jetzt stand das Thema erneut auf der Tagesordnung des Bauausschusses – allerdings mit wesentlich günstigeren Vorzeichen. So hatten die Eigentümer diesmal ein eingeschossiges Wohnhaus mit einem Querbau beantragt. „Die Grundfläche bleibt gleich“, erklärte die Bauamtsleiterin. Lediglich die Traufhöhe des Querbaus erfordere eine Abweichung von der Gestaltungssatzung. Da das Gebäude über eine private Wasserversorgung verfüge, sei der fehlende Anschluss an das öffentliche Leitungsnetz kein Hinderungsgrund. Allerdings müsse die Gemeinde zusichern, im Falle eines Wegfalls der Eigenversorgung einen Leitungsbau anzustoßen. „Das wird eh mal auf uns zukommen“, meinte Kienast.

Der Bauausschuss erteilte einstimmig sein Einvernehmen. Mit der berechtigten Hoffnung, dass diesmal auch das Landratsamt mitspielt. Gerhard Weitl (SPD) wies nochmals daraufhin, dass nicht die Gemeinde für die Verzögerungen verantwortlich war. „Wir haben auch damals schon schnell und gut gehandelt.“

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